
AUDIO: „Ellen Babic“ in Kiel: Komik plus Spannung gleich Psychothriller (4 Min)
Stand: 07.03.2026 11:15 Uhr
Das Kieler Schauspielhaus feiert im Studio die Premiere von „Ellen Babic“. Geschrieben hat das Stück Marius von Mayenburg. Für die Zuschauer entwickelt sich auf der Bühne ein unterhaltsamer und spannender Theaterabend.
Astrid, Klara und Wolfram: Die drei Protagonisten des Stücks haben viel miteinander zu tun und kommen auch mal zu einem Arbeitstreffen „mit Wein bei uns zu Hause“ zusammen, wie es in einem Dialog heißt. Astrid ist Lehrerin an einer Schule, Klara ihre Lebensgefährtin und Wolfram als Schuldirektor Astrids Chef. Gespielt werden die drei Figuren von Jennifer Böhm, Tiffany Köberich und Nikolaus Okonkwo.
Die Drei haben für das Stück auch vor Ort recherchiert, wie Regisseurin Kristin Trosits erzählt: „Wir sind in die Schule gegangen und haben mit einer Lehrerin und einem Schuldirektor gesprochen. Wir haben versucht, viel von der Außenwelt ins Theater reinzuziehen.“ Tiffany Köberich alias Klara war in der hauseigenen Tischlerei, denn im Stück ist sie auch eine echte Holzexpertin: „Ich habe da ein Praktikum gemacht den ganzen Tag und mal geschaut, wie unsere Kollegen im Opernhaus so arbeiten.“

Schauspiel, Musical, Konzert oder Ballett: Das Theater Kiel hält für Jung und Alt unvergessliche kulturelle Erlebnisse bereit.
Optische Tricks auf der Bühne
Wie bei jedem guten Psychothriller ist alles zu Beginn noch ganz normal. „Dann schaukelt sich das hoch, und das macht große Freude“, erzählt Nikolaus Okonkwo. Das Bühnenbild besteht aus zwei rollbaren Sesseln, die komplett aus Büchern zusammengeklebt und getackert wurden. Bücher sind überall. Aber auch Türen, die sich nach links und rechts öffnen lassen.
Bühnenbildnerin Nina Sievers zeigt hier ihr großes Können, denn die Türen haben noch etwas Besonderes. „Die sind ein bisschen größer als normal“, sagt sie lachend und Nikolaus Okonkwo fügt an: „So wirken wir auf der Bühne kleiner.“ Ein optischer Trick, der die kleine Bühne im Studio des Kieler Schauspielhauses größer erscheinen lässt, als sie tatsächlich ist.
Echter Genuss von Anfang bis Ende

Jennifer Böhm, Tiffany Köberich und Nikolaus Okonkwo in einem Thriller-Kammerspiel.
Klara und Lehrerin Astrid sind schon seit Jahren ein Paar. Astrid, die ältere der beiden, ist immer noch Lehrerin an der Schule von Wolfram – und der kommt, nach einigen Gläsern Weißwein, mit einem echten Knaller um die Ecke: Astrid soll angeblich eine Schülerin missbraucht haben, Ellen Babic aus der zehnten Klasse. Hörensagen, Gerüchte und Lehrerzimmer-Geplauder: Schuldirektor Wolfram trumpft immer mehr auf, gibt sich als loyaler Ehrenmann, der Astrid jahrelang vor ihrer Kündigung bewahrt haben will.
Komisch ist nur, dass Astrid bei Schülern und Eltern immer äußerst beliebt war und noch heute ist. Und an den Verleumdungen Wolframs absolut nichts dran sei, wie sie sagt. Da platzt ihr der Kragen: „Was Du hier machst, ist eine unverschämte, eine übergriffige …“. Wolfram unterbricht sie lautstark: „An Deiner Stelle würde ich das Maul nicht so weit aufreißen!“ Dass Wolframs schützende Hand auch mal unter Astrids Bluse geriet, hat sie jahrelang stillschweigend erduldet. Doch das ist jetzt vorbei und Spannung bis zu letzt garantiert – ein echter Genuss von Anfang bis Ende.

Das Kieler Theater Die Komödianten hat das Stück nach Christian Kortmanns gleichnamigem Roman auf die Bühne gebracht.

Die Oper „Der Ring des Nibelungen“ in einer Loriot-Fassung präsentiert die Kieler Oper mit Comedian Michael Kessler.

Eine Darstellerin verletzte sich bei dem Unfall schwer. Im Dezember soll das Stück „Schneewittchen“ wieder auf die Bühne.

„Ellen Babic“ in Kiel: Komik plus Spannung gleich Psychothriller
Das Kieler Schauspielhauses feiert im Studio die Premiere von „Ellen Babic“. Geschrieben hat das Stück Marius von Mayenburg.
- Datum:
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