Seit über 100 Jahren findet er bereits statt – der Internationale Frauentag. Ziel des Tages ist es, die Rechte und Lebensrealitäten von Frauen in den Vordergrund zu rücken und ein Zeichen für Gleichberechtigung zu setzen. Auch in Mönchengladbach sind in diesem Jahr an und um den Tag am Sonntag, 8. März, wieder zahlreiche Veranstaltungen geplant.

Im Comet-Cine-Center wird „Maria Montessori“ gezeigt

So lädt die Gleichstellungsstelle der Stadt am Sonntagabend um 19.45 Uhr ins Comet-Cine-Center ein. Gezeigt wird der Film „Maria Montessori“. Die italienische Ärztin und Reformpädagogin setzte sich unter anderem für gleiche Bildungschancen ein. Der Eintritt zur Vorführung ist kostenfrei, eine Anmeldung per Mail an gleichstellungsstelle@moenchengladbach.de oder unter 02161 253611 aber nötig. Das Museum Schloss Rheydt bietet außerdem von 11.30 bis 12.30 Uhr eine Führung zu dem Thema adeliges Frauenleben in der frühen Neuzeit an. Im Fokus stehen die Frauen der Familie von Bylandt, ihre Lebenswelten und ihr Handlungsspielraum. Der Museumseintritt berechtigt zur Teilnahme an der Führung – die Führung selbst ist kostenlos.

Im Köntges finden zahlreiche Ausstellungen und ein Vortrag statt

Im Köntges lädt die Initiative Orange am 8. März um 13 Uhr zu einem Vortrag ein. Es geht um die Rolle schwarzer und indigener Frauen, Trans-Frauen und nicht-binärer Personen im Feminismus. Um 15 Uhr können Jutebeutel selbst gestaltet werden – und um 17 Uhr findet die Performance von „Bodypolitics“, einer Ausstellung von Studierenden der Hochschule Niederrhein statt. Die Tanzperformance beschäftigt sich mit der Frage, wie Frauenkörper in unserer Gesellschaft wahrgenommen und bewertet werden.

Am 9. März ist eine Demo auf dem Sonnenhausplatz geplant

Und auch um den 8. März herum sind mehrere Veranstaltungen geplant, die die Realität von Frauen in den Fokus rücken. Ab Montag, 2. März, zeigen die Fotografin Jara Reker und die Künstlerin Tea ihre Werke im Köntges. Reker präsentiert Porträts und Stimmen von weiblich gelesenen Menschen aus Mönchengladbach. Tea zeigt die Installation „Edeltraud“, die Machtstrukturen, Körperpolitik und das Patriarchat thematisiert. Die Künstlerin Janina-Lucia präsentiert außerdem Texte zwischen Prosa und Poesie. Und der Rosa Luxemburg Club zeigt, in Kooperation mit der IG Metall Mönchengladbach in der Volkshochschule, Lüpertzender Straße 85, am 5. März ab 19 Uhr den Film „Sternstunde ihres Lebens“. Der Film handelt von der Politikerin Elisabeth Selbert, die für die Festschreibung von Gleichberechtigung im Grundgesetz kämpfte.

Bundesweit koordiniert durch das Töchterkollektiv und organisiert durch die „Orga Zelle Mönchengladbach“, findet am 9. März um 16 Uhr auf dem Sonnenhausplatz außerdem eine Demonstration statt. Die Proteste sollen unter anderem darauf aufmerksam machen, dass Frauen einen großen Teil von „Care-Arbeit“ leisten – etwa die Pflege von Familienangehörigen oder die Erziehung von Kindern.