Feuerwehrleute arbeiten nachts auf den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes.

Stand: 07.03.2026 • 14:31 Uhr

Mit Dutzenden Raketen und Hunderten Drohnen hat Russland erneut die Ukraine attackiert. Nach jüngsten Angaben kamen mindestens acht Menschen ums Leben. Besonders schwer getroffen wurde Charkiw.

Russland hat die Ukraine erneut mit massiven Luftangriffen überzogen. „Russland hat 29 Raketen, davon fast die Hälfte ballistische Raketen, und 480 Drohnen, davon die meisten vom Typ Shahed, gegen die Ukraine eingesetzt“, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit.

Betroffen waren neben der Hauptstadt Kiew die zweitgrößte Stadt Charkiw sowie etwa die Regionen Saporischschja, Odessa und Sumy. Einmal mehr sei die Energieversorgung Ziel der russischen Angriffe gewesen, erklärte Selenskyj.

Schwere Schäden in Charkiw

Besonders schwer traf es die ostukrainische Stadt Charkiw. Dort schlug dem Gouverneur Oleh Synjehubow zufolge eine ballistische Rakete in ein fünfstöckiges Wohnhaus ein. Mindestens acht Menschen kamen nach jüngsten offiziellen Angaben ums Leben, unter ihnen zwei Kinder.

Auf den veröffentlichten Fotos sind große Schäden an dem Wohnhaus zu sehen. Präsident Selenskyj sprach von mehr als zehn Verletzten. In Kiew rief Bürgermeister Vitali Klitschko wegen des Raketenalarms die Menschen auf, Schutz zu suchen.

Feuerwehrleute stehen nachts vor einem teilweise zerstörten Wohnhaus.

Selenskyj fordert mehr Unterstützung

Selenskyj forderte die westlichen Partner erneut auf, die Ukraine stärker zu unterstützen. „Russland hat seine Versuche nicht aufgegeben, Wohnungsbauten und kritische Infrastruktur der Ukraine zu zerstören“, erklärte er. Daher benötige die Ukraine weiter die Unterstützung ihrer Partner in Form von Flugabwehr und Waffen.

„Auf diese brutalen Angriffe auf das Leben muss es eine Reaktion der Partner geben“, so Selenskyj. „Wir zählen auf eine aktive Zusammenarbeit mit der EU, um mehr Schutz für unsere Bevölkerung zu gewährleisten. Ich bin allen dankbar, die dazu beitragen, unseren Schutz zu verstärken“, sagte er.

Seit mehr als vier Jahren verteidigt sich die Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg. Kiew hatte von den westlichen Verbündeten zuletzt vor allem mehr Hilfe bei der Luftverteidigung verlangt. Beklagt wird immer wieder ein Mangel an Flugabwehrraketen.