Bärs Halten mit Gelb bestraft

Die ersten Minuten gehörten den Gästen, die es immer wieder mit Ecken direkt auf Keeper Männel probierten. Dann kamen die Veilchen, die in einem schwarzen Jubiläumstrikot antraten, im Spiel an. Mittelstürmer Bär wurde gehalten, da hätte er selbst zum Abschluss kommen oder in die Mitte auf den freistehenden Ocansey passen können. Aachens Abwehrmann Da Silva Kiala war mit Gelb gut bedient (11.). Den folgenden Freistoß von Stefaniak hielt Schlussmann Manuel Reimann. Mit ihm und Männel standen gleich zwei 37-Jährige in den Toren. Nach Simnica-Balleroberung passte Bär auf Ocandey, Reimann kam heraus und rettete (22.). Der Routinier ließ sich nicht überwinden.

Doppelschlag von Torjäger Gindorf

Dann stand es plötzlich 0:1. Drittliga-Top-Torjäger Gindorf hatte den Ball durchgelassen und wurde von Loune in Szene gesetzt, Gindorf überwand aus spitzem Winkel Männel (22.). Fünf Minuten später machte es der von Hannover ausgeliehene Offensivmann ähnlich: Erneut spielte ihn Loune nach einem Durchlassen an, Gindorf wuchtete die Kugel per Fernschuss ins Netz (27.). Danach musste Aue diesen Doppelschock bis zur Pause verdauen, die Anhänger im Fanblock drehten der Mannschaft den Rücken zu.

Malone sorgt für Hoffnung

Die Sachsen kamen mit drei Neuen aus der Kabine: Weinhauer, Clausen und Günther-Schmidt für Stefaniak, Guttau und Ocansey. Der Ex-Jenaer Weinhauer kam gleich an der Grundlinie an den Ball, fand in der Mitte aber keinen Mitspieler. Eine Minute später fand er Verteidiger Malone, der aus Nahdistanz einköpfte (47.). Nun hatten die Veilchen das Momentum für sich. Der Druck nahm zu. Erneut Weinhauer hatte aus elf Metern das 2:2 vor Augen, kam aber nicht an Reimann vorbei (62.). Das Dabrowski-Team blieb dran, konnte sich im Strafraum aber nicht mehr so oft durchsetzen.

Co-Produktion von Dresdner und Magdeburger

Aachen überstand eine 25-minütige Druckphase der Gastgeber und trat dann selbst wieder offensiv in Erscheinung. Gindorf scheiterte von rechts noch an Männel (72.). Fünf Minuten später setzten sich die Domstädter links durch, der vom 1. FC Magdeburg ausgeliehene Nadjombe vollendete in der Mitte. Der von Dynamo Dresden ausgeliehene Jonas Oehmichen hatte zum 1:3 beigetragen. Danach war die Partie entschieden. Aue konnte sich nicht mehr zur nächsten Aufholjagd aufraffen.