„Kein Wettbewerb um Schönsein“
Diese vier Hamburgerinnen wollen „Miss Germany“ werden
Aktualisiert am 07.03.2026 – 20:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Valentina Busik: Sie war die Gewinnerin des „Miss Germany“ Finales 2025. Diesen Titel wollen sich unter anderen vier Hamburgerinnen holen. (Quelle: Philipp von Ditfurth)
„Miss Germany“ sucht keine Schönheitskönigin mehr, sondern weibliche Vorbilder mit Haltung. Vier Kandidatinnen aus Hamburg wollen den Titel für Themen nutzen, die über Äußerlichkeiten hinausgehen.
„Miss Germany“: Das, was noch viele mit glatter Haut, geraden Zähnen und einer schlanken Taille verbinden, will inzwischen auf mehr als nur Äußerlichkeiten setzen. In dem deutschen Frauen-Wettbewerb handle es sich nach Angaben der Sendung nicht mehr um eine reine Schönheitswahl, sondern um „eine Auszeichnung für Frauen, die Verantwortung übernehmen“.
Das Miss Germany Awards Finale 2026 findet am 7. März 2026 erstmals live im Fernsehen in den Bavaria Studios in München statt. Um diese Auszeichnung kämpfen unter den Top 17 Kandidatinnen vier Frauen aus Hamburg.
Mit dabei ist die Kulturanthropologin Abina Nitim. Sie hat in Hamburg ihr eigenes Unternehmen gegründet. Mit „JONA curly hair care“ ermöglicht sie Menschen, sich mit ihrer natürlichen Haarstruktur sicher und selbstbestimmt zu entfalten.
Damit ist sie nach eigenen Angaben die erste Anbieterin in Deutschland, die eine jahrzehntelange Versorgungslücke bei der Pflege von Afrohaaren schließt. „Ich erschließe damit einen Markt, der lange ignoriert wurde, obwohl Millionen Menschen betroffen sind. Bis heute sind viele auf gesundheitsschädliche Importprodukte angewiesen“, erklärt Nitim auf der Website „missgermany.com“.
Eine weitere Hamburger Kandidatin ist Liz Agyeman. Sie arbeitet als Kultur-Strategin und Global Brand Managerin. Dabei treibt sie die Stärkung von individuellen Geschichten und Perspektiven an. Mit verschiedenen Plattformen will sie solche Räume schaffen.
„Miss Germany bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen – nicht nur für mein eigenes Narrativ, sondern auch für die Räume, in denen andere wachsen, sich zeigen und gesehen werden dürfen“, erklärt Agymeman auf der Website „missgermany.com“.
Madeleine von Hohenthal ist Gründerin aus Stade. Nach Stationen bei großen Werbeagenturen gründete sie „Bracenet“, das alte Fischernetze birgt und daraus Produkte für den Meeresschutz herstellt. Heute steht sie mit weiteren Start-ups für nachhaltige Ideen und kluge Innovationen. Als Miss-Germany-Kandidatin will sie zeigen, wie aus „Mut und Tatendrang echte Veränderung entstehen kann“.
