Bielefeld. 99 Holzkreuze für 
99 ermordete Frauen in ganz Deutschland, darunter auch eine 78-Jährige aus Bielefeld. Die Täter sind Ehemänner, Söhne, Partner oder Ex-Partner, Sexpartner oder solche, die es gern gewesen wären. Mit einer eindrücklichen Aktion am Niederwall hat die Gruppe „Femizide stoppen – Bielefeld“ am Samstag, 7. März, auf die hohe Zahl an Tötungsdelikten aufmerksam gemacht, bei denen Frauen aufgrund ihrer sozialen Rolle oder ihres bloßen Frauseins zum Opfer männlicher Täter wurden.

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Plakate an den Kreuzen schilderten die Fälle knapp, alle Morde beziehungsweise die zugehörigen Urteile stammen aus dem Jahr 2025. Die Bielefelder Aktivistinnen wollen damit den Opfern sogenannter „Femizide“ mehr Sichtbarkeit verschaffen. Um 21 Uhr endete die Aktion am Samstag.

Öffentliche Wahrnehmung und mediale Berichterstattung seien noch immer zu stark täterfixiert, kritisieren die Studentinnen Justine (21) und Amelie (23). Sie gehören zu den Gründerinnen der Gruppe, die es seit einem Jahr gibt und die derzeit etwa 100 Mitglieder hat.

Zusammengefunden hat sich die Gruppe via Instagram, wo sie auch über Treffen und Aktionen informiert. Das nächste Treffen findet am 7. April statt. Die Gruppe ist per Mail erreichbar unter femizidestoppenbielefeld@web.de.

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