Magdeburg – Die TSV Hannover-Burgdorf hat den SC Magdeburg abermals in Wanken gebracht, doch wie im Hinspiel blieben die Grün-Roten standhaft. Dank überragender letzten zehn Minuten setzte sich der SCM mit 35:30 (17:17) gegen die Recken durch.

Die Anfangsphase gehörte den Gäste aus Niedersachsen. Kapitän Marius Steinhauser brachte sein Team mit 5:3 in Führung (6.). Doch die Magdeburger liefen die Rückstand nur kurz hinterher. In der zwölften Minute warf Magnus Saugstrup die Grün-Roten erstmals in Front – 8:7.

In der Folge legte der SCM wiederholt vor, bis Omar Ingi Magnusson mit dem 11:9 erstmals auf zwei Tore stellte (17.). Zehn Minuten später lag der Spitzenreiter sogar mit 17:14 vorn. Dass es zur Pause dann allerdings 17:17 Stand, lag erneut an der Siebenmeterschwäche der Gastgeber. Magnusson und Matthias Musche scheiterten an Simon Gade und Tim Hornke traf nach der Pausensirene mit seinem Aufsetzer nur die Latte.

Klare Worte für Kristjansson

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs stockte es im Angriffsspiel der Magdeburger. Sinnbildlich hierfür war ein Pass von Gisli Kristjansson auf Daniel Pettersson. Der Wurf war so ungenau, dass der Rechtsaußen quasi keine Chance hatte, den Ball zu fangen. Darüber war auch Bennet Wiegert erzürnt. Der SCM-Trainer schrie den Isländer an der Seitenlinie dreimal energisch an und verdeutlichte somit, dass er mit dieser Aktion nicht einverstanden war.

Es war jedoch nicht das einzige Mal, dass der 44-Jährige vor Wut kochte. Nachdem Felix Claar nach seinem Tor zum 21:22 aus SCM-Sicht liegen blieb, spielte Hannover zunächst weiter. Dies erzürnte Wiegert, der für seine Proteste gelb sah.

Die Schiedsrichter schauten sich die Szene kurz darauf zwar an, entschieden jedoch, dass es sich um einen Unfall handelte, als Claar auf den Ellenbogen von Hannes Feise fiel. Es gab daher keine Bestrafung. Claar musste dennoch am linken Auge behandelt werden und spielte mit einem Pflaster weiter.

Wiegert bekommt Zeitstrafe

Nur gut eineinhalb Minuten später kam es auf der Gegenseite zu einer ähnlichen Szene. Hannovers Justus Fischer blieb nach einem Wurf liegen. Der SCM machte das Spiel schnell und erzielte dank Magnusson das vermeintliche 23:22.

Nun intervenierte die Bank der Recken. Auch hier gingen die Unparteiischen Julian Köppl und Denis Regner zum Monitor. Allein über diese Tatsache beschwerte sich Wiegert zu vehement, sodass er eine Zeitstrafe bekam. Und zu allem Überfluss nahmen die Schiedsrichter den Treffer von Magnusson zurück und entschieden auf Siebenmeter für Hannover. Oscar Bergendahl, dessen Vertragsverlängerung an seinem 31. Geburtstag verkündet wurde, hatte der Kreisläufer am Trikot gezogen.

Zur Beruhigung des SCM-Trainers und der aufgebrachten Fans parierte Sergey Hernandez selbigen zumindest gegen August Pedersen.

Anschließend wurde wieder Handball gespielt. Von Minute zu Minute stieg die Spannung. Magdeburg legte vor, Hannover glich aus.

Erst ab zehn Minuten vor dem Ende konnten die Elbestädter dann die Weichen auf Sieg stellen. Mit einem 6:1-Lauf zogen sie auf 33:28 davon (55.). Die Partie war damit entschieden.