Das französische Mikroelektronik-Forschungszentrum Cea Leti in Grenoble. Foto: Heiko Weckbrodt
Wirtschaftsminister besucht unter anderem gallische Chip- und KI-Schmieden in Grenoble
Dresden/Grenoble, 8. März 2026. Sachsen will in krisenhaften Zeiten seine Wirtschaftsbeziehungen zu Frankreich festigen. „In einer Zeit von globalen Umbrüchen, Protektionismus und instabilen Lieferketten ist diese Zusammenarbeit innerhalb Europas mehr denn je unerlässlich“, betonte der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) im Vorfeld einer Delegationsreise nach Frankreich. Mit dabei sind unter anderem Vertreter von Globalfoundries, aus dem Dresdner Chipmaskenhaus von „Teksend Photomask“ und aus dem Fraunhofer 3D-Chipzentrum „Assid„.
Dirk Panter. Foto: Jürgen Lösel für das SMWA
„Mit kaum einem anderen Land ist Deutschland so partnerschaftlich verbunden wie mit Frankreich.“
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter
Dort will er unter anderem die gallischen Chipschmieden in Grenoble besuchen. „Die Technologiecluster Silicon Saxony und Minalogic in Grenoble sind die Gründer und gleichzeitig die Hauptachse des Silicon Europe-Netzwerks, das die Mikroelektronikregionen Europas miteinander verbindet“, unterstreicht Geschäftsführer Thomas Horn von der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS). „Viele sächsische Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben bereits wirtschaftliche Beziehungen in die Region Grenoble, beispielsweise zu ST Microelectronics, Soitec oder zum CEA-Leti.“ Diese Halbleiter-Achse wollen die Sachsen nun durch Kontakte im Segment der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) flankieren. Dafür ist auch eine Visite im „Multidisciplinary Institute in Artificial Intelligence“ (Miai) der Université Grenoble Alpes geplant.
Sächsische Rekordbeteiligung an Verbundstoffmesse „JEC World“
In den Folgetagen wollen die sächsischen Politiker und Unternehmer außerdem das 34.000 Quadratmeter große Gründerzentrum „Station F“ in einer umgebauten Güterumschlagshalle in Paris und die „JEC World“ besuchen. Auf dieser Verbundwerkstoff-Messe ist Sachsen mit einer Rekordbeteiligung vertreten, darunter 22 Unternehmen und Institute am WFS-Gemeinschaftsstand. Im Anschluss reist die Delegation weiter nach Montpellier, um Kontakte zu lebenswissenschaftlichen Unternehmen zu knüpfen.
Frankreich auf Platz 6 der wichtigsten Außenhandelspartner
Im Jahr 2024 exportierten sächsische Unternehmen Waren im Wert von rund 2,7 Milliarden Euro nach Frankreich. Damit liegt das Land auf Platz 6 der wichtigsten Außenhandelspartner für den Freistaat. Die Sachsen exportieren dorthin vor allem Erzeugnisse aus dem Kraftfahrzeugbau, Maschinenbau, Elektrotechnik, Luftfahrzeug-Teile und Kunststoff-Produkte.
Autor: Oiger
Quellen: SMWA, Oiger-Archiv

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