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Die TSV Hannover-Burgdorf hat in der Daikin Handball-Bundesliga eine Sensation gegen den Tabellenführer SC Magdeburg nur knapp verpasst! Beim 30:35 halten die Niedersachsen lange dagegen – doch schlussendlich triumphiert der SCM. Schon vor dem Spiel feierte die Arena: Ein zweifacher Champions-League-Sieger verlängert bis 2028!

Foto: BILD

Der SC Magdeburg bastelt weiter an seinem Kader: Antonio Serradilla und Dominik Kuzmanovic wurden bereits neu verpflichtet, die Verträge der Linksaußen Lukas Mertens und Matthias Musche vorzeitig verlängert. Zu den Flügelflitzern gesellt sich nun auch Kreisläufer Oscar Bergendahl: Er bleibt dem Elbe-Klub bis 2028 erhalten, die Halle ehrt ihn mit tosendem Applaus: „Auf dem Feld ist er stets präsent und zählt zu den stillen Anführern im Team“, kommentiert SCM-Trainer Bennet Wiegert die Verlängerung. „Als Mensch spricht er für sich – mit seinem Engagement und seiner Mentalität verkörpert genau das, wofür der SC Magdeburg steht.“ Gegen den Tabellenneunten aus Hannover spielt die Schweden-Kante direkt von Beginn an.

Handball-Bundesliga: Hannover geht gegen Magdeburg in Führung

Doch es sind die Gäste aus Niedersachsen, die den besseren Start erwischen und durch Marius Steinhauser nach fünf Minuten mit 5:3 in Führung gehen. Wenig später trifft DHB-Star Renars Uscins erst zum 6:4, kassiert dann aber nach einem Foul im direkten Gegenangriff die erste Zeitstrafe des Spiels. Geburtstagskind Bergendahl ergeht es am Tag seiner Vertragsverlängerung auf Magdeburger Seite jedoch ähnlich: Er muss nach einem Foul an Justus Fischer zwei Minuten pausieren. Zwar ist die Wiegert-Truppe bis zur Halbzeit die bessere Mannschaft, doch Hannover-Burgdorf hält stark dagegen: Es geht mit einem 17:17-Remis in die Kabinen. Magdeburgs Omar Ingi Magnusson ist deshalb unzufrieden: „Sie haben zu viele Tore gemacht. Wir müssen mit der Mannschaft besprechen, wie wir das lösen“, sagt der Isländer in der Pause bei Dyn. Auch nach dem Seitenwechsel spielen die Niedersachsen stark, führen nach 36 Minuten mit 22:20.

Hernandez und Magnusson sichern den Sieg

Nun kocht die Getec-Arena: SCM-Trainer Bennet Wiegert regt sich beim Schiedsrichter über eine nicht gegebene Zeitstrafe gegen die Gäste auf und sieht Gelb. Wenig später wird auch Hannovers Bank nach einem Foul an Justus Fischer verwarnt – die Recken fordern lautstark eine Bestrafung gegen Bergendahl. Den fälligen Siebenmeter hält SCM-Keeper Sergey Hernandez aber stark – es bleibt beim 23:23. Es entwickelt sich ein echter Krimi. Beim Tabellenführer geht Magnusson voran: Er kommt auf bärenstarke zwölf Tore! Hernandez bringt den Gast mit mehreren starken Paraden zur Verzweiflung, sodass der SCM davonziehen kann. Das 35:30-Endergebnis spiegelt zwar nicht ganz das dramatische Spiel wider, doch Magdeburg ist es egal: Der SCM sackt auf dem Weg zur Meisterschaft weitere zwei Punkte ein. Das steht auch für Bennet Wiegert im Vordergrund: „Die Bundesliga ist anspruchsvoll. Hannover hat dagegen gehalten, aber ich bin davon begeistert, wie wir durchgezogen haben. In der Abwehr hatten wir Probleme. Am Ende geht es ums Gewinnen und das haben wir heute gemacht.“ Hannovers Marian Michalczik hadert hingegen mit der Schlussphase: „Ich glaube, wenn wir die letzte Viertelstunde besser hätten gestalten können, wäre es hinten raus sehr eng geworden. Fünf Tore sind mir etwas viel, weil wir über weite Strecken gute Arbeit geleistet haben. Die große Kunst des SCM ist, dass sie da sind, wenn es darauf ankommt. Da muss man Respekt zollen und da haben wir eine Menge vor uns, dass wir irgendwann vielleicht in diese Sphären vorrücken.“