Bilz übte Selbstkritik zu der Verzögerung. Der Beratungsbedarf sei in der sächsischen Landeskirche besonders hoch gewesen. Man habe abgewartet, wie sich die anderen zu dem Thema verhalten. «Diese Phase des Beratens und Schauens war, würde ich rückblickend sagen, zu lang.»

Fälle von sexualisierter Gewalt in der Landeskirche

Die Kirchenleitung hatte im November aktuelle Zahlen zu bekannt gewordenen Fällen sexualisierter Gewalt in der sächsischen Landeskirche vorgelegt. Seit Beginn der Rechnung 1946 wisse man von 141 Betroffenen und 84 Beschuldigten. Seit 2020 widme sich die unabhängige Anerkennungskommission der Landeskirche diesem Thema. Seither seien an 58 Betroffene Anerkennungsleistungen in Höhe von 698.000 Euro ausgezahlt worden.

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