Es folgten muntere Minuten, in denen auch die dezimierten Hausherren durch Sejdo Durakov (17.) in Front hätten gehen können. Die Leutzscher vergaben durch Mäder (18.) und Stanley Ratifo (32.) weitere Gelegenheiten. Die Führung brachte ein weiterer Ex-RWE-Akteur: Nach einem Einwurf suchte Maxime Langner in der Mitte Ratifo. Der Toptorschütze der BSG kam nicht an den Ball – genau so wenig wie Otto im Kasten (37.). Als es so aussah, dass das Kellerkind mit der Führung im Rücken in die Kabine geht, fasste sich Benjika Caciel – kaum bedrängt – an der Strafraumkante ein Herz und hämmerte den Ball in den Knick (45.+1).
Caciel netzt zum zweiten Mal, Seidel gleicht aus
Chemie-Coach Alexander Schmidt wechselte zur Pause doppelt, doch am Spiel änderte sich wenig. Rot-Weiß hielt den Ball, Chemie lauerte. Und hätte in der 54. Minute gerne einen Strafstoß gehabt, nachdem Ratifo von zwei Erfurtern in die Zange genommen wurde. Stattdessen traf im Gegenzug erneut Caciel per Fernschuss. Julius Hoffmann rutschte aus, Caciel zirkelte genau, die Kugel sprang vom Innenpfosten ins Gehäuse (54.) – die Thüringer hatten das Spiel in Unterzahl gedreht.
Der BSG fiel trotz Überzahl und viel offensivem Personal wenig ein, so brauchte es einen Standard zum Ausgleich. Fynn Seidel legte sich bei Freistoß aus spitzem Winkel den Ball zurecht, visierte das lange Eck an, Otto streckte sich vergebens (70.). In der Folge hatten die Gäste mehr vom Spiel, auch ein paar Chancen, doch der zweite Auswärtssieg der Saison sollte es letztlich nicht sein. Damit wartet die BSG weiter auf den ersten Sieg gegen RWE seit der Neugründung.