Im Frühsommer 2024 herrschten noch Hochgefühle bei Holstein Kiel: Nach dem 1:1 im Spitzenspiel mit Fortuna Düsseldorf stieg der Verein erstmals in die Fußball-Bundesliga auf – als erstes Team aus Schleswig-Holstein überhaupt. In einem Meer aus Blau-Weiß-Rot im Holstein-Stadion schrieben die „Störche“ Geschichte.
Nun, zwei Jahre später, ist davon an der Förde kaum mehr was übrig geblieben. Es herrscht Ernüchterung und so langsam auch blanke Angst an der Förde. Denn nach einem Abenteuerjahr im Fußball-Oberhaus deutet derzeit vieles auf einen kompletten Absturz in Liga drei hin.
Dazu: Holstein Kiel in großer Not: Was macht jetzt noch Mut – und was nicht?
Mit Trainer-Rückkehr zurück zu alter Stärke?
Das 0:2 bei SV Darmstadt 98 bedeutete nicht nur das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz, sondern auch die schlechteste Ausbeute in der Rückrunde in der Liga. Gerade einmal fünf aus 24 möglichen Punkten holte die KSV bisher in der zweiten Saisonhälfte. Fans und Kenner stellen sich berechtigterweise die Frage: Ist es bei Holstein fünf vor zwölf oder sogar schon später?
Die Verantwortlichen hofften, mit der Rückkehr von Ex-Trainer Tim Walter neue, ligasichernde Impulse setzen zu können. Und seitdem Walter an der Kieler Seitenlinie steht, attestieren Experten dem Team tatsächlich mehr Energie auf dem Platz. In Walters Debütspiel holte das Team gegen Elversberg immerhin einen Punkt. Aber reicht das?
Rettendes Ufer in Sichtweite – Schafft Holstein es?
Vom rettenden Ufer trennt Holstein derzeit nur ein Punkt, Tabellenplatz 11 ist auch nur vier Zähler entfernt – es geht eng zu im Abstiegskampf der zweiten Bundesliga. Und genau gegen gegen das Team auf Rang 11, den 1. FC Nürnberg, spielt die KSV am kommenden Wochenende. Das Duell dürfte richtungsweisenden Charakter haben.
Mit Münster und Braunschweig hat Holstein in den kommenden Wochen aber auch noch zwei weitere direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt vor der Brust. Schaffen die „Störche“ den Turnaround? Stimmen Sie in unserer Umfrage des Tages ab, auch ohne Abo.
Das Ergebnis der Umfrage ist nicht repräsentativ.