Die Stadt Nettetal wird 50 Jahre lang knapp 13,5 Millionen Euro abstottern. Es geht um die Summe im städtischen Haushalt der Jahre 2020 bis 2023, die als „Bilanzierungshilfen“ angefallen war. Das NKF-Covid-19-Ukraine-Isolierungsgesetz machte es möglich, die damals anfallenden Kosten für die Pandemie und die Flüchtlinge aus der Ukraine aus dem Haushalt herauszurechnen und zu parken. Ab 2026 sollten sie dann auf einmal durch die Ausgleichsrücklage ausgeglichen oder über 50 Jahre abgeschrieben werden. Während in der Vergangenheit immer wieder die Generationengerechtigkeit beschworen und versichert wurde, diese Kosten nicht den nächsten Generationen aufzubürden, ist der finanzielle Spielraum inzwischen geringer geworden. Erleichtert wurde der Politik die Entscheidung mit dem Hinweis, dass jederzeit außerplanmäßige Abschreibungen auf den Restbestand die 50-Jahre-Frist verkürzen könnten.