Es ist nicht der erste Abschied aus dem Tigergehege im Allwetter-Zoo Münster – aber das macht ihn nicht weniger traurig. Vor allem, weil er diesmal mit einer weiteren, drastischen Entscheidung daherkommt.
Der NRW-Zoo hält zurzeit mehrere Sibirische Tiger. Papa Fedor und Mama Raya haben in der Vergangenheit gleich vier Tigerbabys gezeugt – ein Mädchen (Anya) und drei Jungs (Ambassador, Friedrich und Hubertus). Doch der Nachwuchs darf nicht in Münster bleiben.
Tiger-Abschied im Allwetter-Zoo Münster
Der erste Schritt ist bereits getan. Tigerin Anya musste ihre Familie bereits Ende 2025 verlassen und zog über die NRW-Grenze in die Niederlande. Kürzlich nahm auch ihr Bruder Ambassador Abschied – am 5. März ging es für ihn nach Tschechien, wo er fortan im Zoo Zlín leben wird.
„Auch die verbliebenen zwei Jungtiere Friedrich und Hubertus werden nicht mehr lange bei uns bleiben“, verrät der Allwetter-Zoo Münster schon jetzt. Sie sollen in wenigen Wochen eine neue Heimat finden.
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Für viele Besucher mag das wie eine traurige und herzzerreißende Trennung wirken – doch der Zoo macht deutlich, dass man sich damit durchaus an der Realität orientiert. „In der Natur wandern Jungtiere in der Regel mit eineinhalb bis zwei Jahren von der Mutter ab“, heißt es aus Münster. „Genau in diesem Alter liegen auch die Jungtiere bei uns im Zoo.“
Nicht grundlos wird der Kontakt zwischen Eltern und Nachwuchs schon jetzt strikt geregelt. Erst wenn alle Jungtiere den Münsteraner Zoo verlassen haben, dürfen Raya und Fedor wieder beide Außenanlagen des Tiger-Geheges nutzen.
Kein weiterer Tiger-Nachwuchs geplant
Und noch eine drastische Entscheidung hat der Zoo mit Blick auf den Abschied der Tiger-Kids verkündet: „Weiterer Nachwuchs ist vorerst allerdings nicht geplant.“
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Wer im Allwetter-Zoo Münster also nochmal jungen Tiger-Nachwuchs beim Spielen beobachten will, kann das nur noch wenige Wochen lang tun, bis sich Hubertus und Friedrich verabschieden. Danach wird das erst einmal nicht mehr möglich sein.