Eskalation am Hauptbahnhof
Randale im Zug, dann sorgt er für Nackt-Eklat vor der Wache
09.03.2026 – 14:53 UhrLesedauer: 1 Min.
Bundespolizisten im Einsatz am Hauptbahnhof Hannover: Ein betrunkener 37-Jähriger beschäftigte die Beamten dort über Stunden hinweg. (Quelle: Moritz Frankenberg/dpa)
Ein aggressiver 37-Jähriger hält die Bundespolizei in Hannover fast den ganzen Samstag in Atem. Am Ende landet der Mann nach mehreren Eskalationen im Polizeigewahrsam.
Ein stark betrunkener Mann löste am Samstag in Hannover mehrere Polizeieinsätze aus. Der 37-Jährige soll im Hauptbahnhof zunächst in einem Regionalexpress laut verfassungsfeindliche Parolen gerufen und den Hitlergruß gezeigt haben, teilte die Bundespolizei mit.
Außerdem riss er einen Feuerlöscher aus der Halterung und warf ihn auf den Bahnsteig. Einen Zugbegleiter beleidigte er und drohte ihm mit Gewalt. Verletzt wurde niemand. Bundespolizisten nahmen den Mann noch am Bahnhof fest.
Auf der Dienststelle stellten die Beamten einen Atemalkoholwert von mehr als 2,5 Promille fest. Wegen seines aggressiven Verhaltens wurde der Rettungsdienst alarmiert und der Mann in ein Krankenhaus gebracht. Dort bedrohte er laut Polizei Mitarbeitende des Rettungsdienstes und des Krankenhauses.
Nachdem Ärzte eine akute Gefahr ausgeschlossen hatten, wurde der Mann zurück zur Polizeidienststelle gebracht. Bei dem Transport leistete er erheblichen Widerstand. Nach Abschluss der Maßnahmen durfte der 37-Jährige die Dienststelle zunächst wieder verlassen.
Nur wenige Minuten später fiel er erneut auf: Vor der Dienststelle manipulierte er an den Reifen von Polizeifahrzeugen und zog sich anschließend aus. Die Beamten brachten ihn erneut in Gewahrsam. Dort randalierte er weiter.
Ein Richter ordnete schließlich sogenannten Unterbindungsgewahrsam bis in den späten Abend an. Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen, Beleidigung, Bedrohung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und exhibitionistischer Handlungen ermittelt.
