Der Kombi-Bachelor Politikwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal wird zum kommenden Wintersemester 2026/2027 nicht eingestellt. Das hat die BUW bestätigt.
„Aktueller Stand ist, dass eine im Jahre 2030 auslaufende Professur in der Politikwissenschaft nicht wiederbesetzt werden soll. Eine 2029 auslaufende Professur im Fach Soziologie soll eine Ausrichtung erhalten, über die in der Fakultät gegenwärtig noch diskutiert wird“, teilt Uni-Sprecherin Marylen Reschop mit. „Ziel ist es, die Professur so auszurichten, dass sich im Berufungsverfahren qualifizierte Personen sowohl aus der Soziologie, als auch der Politikwissenschaft bewerben können.“ Die Fakultät wolle die Struktur ihrer Institute umgestalten, heißt es. „Mehrere Institute können beispielsweise zusammengeführt und so verschiedene Themen und Studiengänge integriert und weiterentwickelt werden“, führt Reschop weiter aus. So schlage die Fakultätsleitung vor, dass die Lehre in Politikwissenschaften in der Zukunft in einem breiteren Rahmen realisiert wird, zum Beispiel als Profil in einem Master „Sozialwissenschaft“.
Zudem werde sich die Nicht-Wiederbesetzung einer Politik-Professur nicht auf die Lehramtsausbildung auswirken. „Das Fach Sozialwissenschaften umfasst Wirtschaftswissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie. In den letzten Jahren hat die Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften gemeinsam mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft das Curriculum erfolgreich weiterentwickelt und substanziell verbessert“, so Reschop. „Diese positive Entwicklung wird die Fakultät fortsetzen.“
Die Sparmaßnahmen des Landes, die auch die Hochschulen in NRW betreffen, „bedeuten nicht das Ende der Politikwissenschaft an der BUW“. Auch das Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung sei nicht betroffen. „Die Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften an der BUW wird auch weiterhin politikwissenschaftliche Lehre und Forschung betreiben und sich mit ihren Kompetenzen auch weiterhin aktiv in wichtigen gesellschaftlichen und politischen Diskursen engagieren.“ jc/luro