Der autonome Roboter putzt die U-Bahn-Station Kröpcke in Hannover

Stand: 09.03.2026 15:29 Uhr

In Hannovers U-Bahn-Tunneln kommt erstmals ein autonomer Reinigungsroboter zum Einsatz. Sein offzieller Name: „Tennant X4 ROVR“. Von den Mitarbeitenden wird er aber bereits liebevoll „Bürsti“ genannt.

„Mit dem Gerät starten wir in eine neue Ära“, sagt Protec-Geschäftsführer Mathias Lindscheid. Das Tochterunternehmen der hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra ist unter anderem für die Reinigung der U-Bahnstationen in Hannover zuständig. Mit seinem Frischwassertank reinigt der Roboter laut Lindscheid fast 2.000 Quadratmeter Fläche am Stück. Er ist den Angaben zufolge bis zu zweieinhalb Stunden ohne Aufladung im Einsatz und navigiert selbständig durch vorgegebene Flächen.

Vorm Schrubben wird die Umgebung gescannt

Bevor der Roboter loslegt, scannt er seine Umgebung und erstellt eine virtuelle Karte. Die fährt er dann eigenständig ab. Menschen, Tieren oder anderen Hindernissen weicht „Bürsti“ nach Angaben der Üstra dabei aus und kehrt später eigenständig an die noch nicht gereinigten Stellen zurück. Er ist so programmiert, dass er nicht über Kabel (oder Füße) fährt und vorgegebene Abstände zu Treppen, Rolltreppen und Aufzügen einhält.

Der Reinigungs-Roboter soll die Mitarbeitenden entlasten

Das Verkehrsunternehmen Üstra betont, dass der Reinigungsroboter und mögliche weitere Geräte dieser Art nicht dazu führen werden, das Personal abgebaut wird. Die Kolleginnen und Kollegen sollten durch die Maschinen entlastet werden und mehr Zeit für die manuelle Detailreinigung haben, heißt es. „Bürsti“ soll in den kommenden Tagen seine Arbeit aufnehmen und wird zunächst ein Jahr lang in Hannover getestet. Eingesetzt wird er erstmal in den U-Bahn-Stationen Kröpcke und Aegidientorplatz.

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Die Maßnahmen könnten ab 2027 umgesetzt werden. Unter anderem sollen Strecken entlastet oder auch verlängert werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 09.03.2026 | 15:00 Uhr

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