Mit Hammer geschlagen

Frau soll Mann misshandelt haben – lange Haftstrafe

09.03.2026 – 18:15 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Hammer (Symbolbild): Die Frau gestand große Teile der Tat vor dem Landgericht Düsseldorf. (Quelle: imago-images-bilder)

In Düsseldorf wird eine junge Frau zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Sie soll ihren Ehemann gefangen gehalten und misshandelt haben – unter anderem mit einem Hammer.

Das Landgericht Düsseldorf hat eine 32-jährige Frau aus Solingen zu acht Jahren Haft verurteilt, weil sie ihren Ehemann gefangen gehalten und misshandelt haben soll. Das hohe Strafmaß hat der Vorsitzende Richter laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) damit begründet, dass es eine „heftige Tat“ gewesen sei.

Die Frau habe im September 2025 ihren Gatten gemeinsam mit einem Komplizen in Düsseldorf in eine Falle gelockt. Der Komplize soll das 33-jährige Opfer mit einer Waffe bedroht haben, ehe er und die Frau den Mann mit Kabelbindern und einem Gurt gefesselt hätten. Auch habe das Duo dem Opfer Bargeld und persönliche Dokumente abgenommen. Anschließend sei der Mann in einen abgedunkelten und mit Plastikfolie ausgelegten Raum gebracht worden, wo ihn die Täter an mit Kiesel gefüllten Säcken gefesselt hätten. Auch habe die Frau ihren Ehemann mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen.

Am Tag nach seiner Entführung sei dem Opfer die Flucht gelungen, als der Komplize der Frau kurz die Wohnung verlassen habe. Der Mann habe sich dann in einen nahen Friseursalon retten können.

Das Landgericht Düsseldorf verurteilte die 32-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung, erpresserischen Menschenraubs und schweren Raubes. Zum Hintergrund hieß es, dass die Beziehung des Paares, das nach irakischem Zivilrecht verheiratet ist, zerrüttet gewesen sei. So habe die Frau sich von ihrem Mann trennen wollen, ohne mittellos zu werden. Deswegen habe sie Vermögenswerte ihres Mannes wie Autos zu Geld machen wollen.

Der Komplize der Frau ist weiterhin flüchtig. Ihn will die Täterin laut eigener Aussage und der Verteidigung in einer Düsseldorfer Kirchengemeinde kennengelernt haben, nachdem sie 2022 zum Christentum konvertierte. Mit ihrem Ehemann hatte sie bis zur Tat einen Autohandel in Solingen betrieben. Die Eheleute haben zwei gemeinsame Kinder.

Im Prozess räumte die 32-Jährige einen großen Teil der Vorwürfe ein. Die Staatsanwältin hatte zehn Jahre Haft gefordert, der Verteidiger eine Bewährungsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.