Ein spannender Wahlabend liegt hinter Augsburg – und die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Eva Weber (CSU) und Florian Freund (SPD) gehen in zwei Wochen gegeneinander in die Stichwahl. Wir haben Ihnen unabhängig voneinander vier Fragen zum Wahlabend und dem Tag danach gestellt.
Wie kurz war die Nacht der Wahl? Wann waren Sie im Bett, wann ging es weiter?
Eva Weber: Die Nacht war kurz. Nach dem Wahlabend gab es noch viele Gespräche mit Unterstützerinnen und Unterstützern. Am nächsten Morgen ging es aber ganz normal weiter. Eine Stadt schläft nicht und die Arbeit für Augsburg geht weiter.
Florian Freund: Die Freude und Euphorie um den Einzug in die Stichwahl waren wirklich groß. Alle haben Lust, jetzt gemeinsam für eine neue, bessere Stadtpolitik für unser Augsburg zu kämpfen. Das haben wir im Kreise des Wahlkampfteams und vieler Freunde im Yolo Toast in der Ludwigstraße etwas gefeiert. Um 12 ging es nachhause und ab 6 Uhr ging wie immer unser ganz normales Familienprogramm los: Die Kinder müssen ja trotz Wahlkampf in die Schule …
Was stand am Montag an?
Weber: Am Montag ging es direkt weiter: zunächst mit der Sitzung des CSU-Parteivorstands in München, danach war ich bei den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern an der Messe. Mir war wichtig, mich persönlich zu bedanken. So ein Wahltag lebt vom Einsatz vieler und deren Einsatz verdient Anerkennung.
Freund: Wir haben die Stichwahl natürlich professionell vorbereitet und uns im Kreis unserer Wahlkampfleitung nochmals über die aktuellen Ergebnisse und unsere nächsten Schritte ausgetauscht. Wir haben viel vor für die kommenden zwei Wochen. Die deutliche Mehrzahl der Wählerinnen und Wähler hat sich gestern gegen ein „weiter so“ entschieden. Die Amtsinhaberin hat eine deutliche Klatsche erhalten, hat von allen CSU-Amtsinhabern in den großen Städten Bayerns (u.a. Nürnberg, Neu-Ulm) mit Abstand das schlechteste Ergebnis eingefahren. Jetzt gilt es, die Augsburger zu überzeugen, dass mit einem Oberbürgermeister Freund wieder gemeinsame Politik gemacht wird für eine Stadt, auf die wir wieder stolz sein können.
Wie wollen Sie in den kommenden zwei Wochen möglichst viele Bürger für sich überzeugen?
Weber: Vor allem durch Präsenz und direkte Gespräche. In einer Stichwahl geht es noch stärker darum, den Menschen zu zeigen, wofür ich stehe: für ein wirtschaftlich starkes und zugleich menschliches Augsburg, für Verlässlichkeit, Erfahrung und einen klaren Kurs. Ich werde in den kommenden zwei Wochen überall in der Stadt unterwegs sein, zuhören, werben und deutlich machen, worum es bei dieser Entscheidung geht.
Freund: Ich werde jeden Tag viel in Augsburg unterwegs sein und vor allem auch dorthin gehen, wo es weh tut, wo man mich noch nicht gewählt hat, wo wir noch Überzeugungsarbeit zu leisten haben. Außerdem lade ich alle Augsburgerinnen und Augsburger zum Bürgerdialog im Moritzsaal ein, der am Freitag um 20 Uhr stattfinden soll. Unterstützt werde ich dabei auch von verschiedenen Parteien und Wählergruppierungen, die mitdiskutieren und mich für die Stichwahl empfehlen.
Was lässt Sie glauben, dass Sie in zwei Wochen das Rennen machen?
Weber: Das Ergebnis des ersten Wahlgangs zeigt, dass viele Augsburgerinnen und Augsburger meiner Arbeit vertrauen. Gleichzeitig ist klar: In einer Stichwahl beginnt vieles noch einmal neu. Ich spüre viel Rückenwind und freue mich auf die Gespräche in den nächsten zwei Wochen.
Freund: Demokratie heißt je bekanntlich, Mehrheiten zu organisieren. Ich bin nach dem gestrigen Abend mehr denn je überzeugt, dass die Mehrheit in Augsburg einen Wechsel, einen Neustart will. Ich bin bereit dafür.
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Stefan Krog
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Florian Freund
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