US-Präsident Trump spricht auf einer Pressekonferenz.

Stand: 10.03.2026 • 07:19 Uhr

US-Präsident Trump sieht den Krieg gegen Iran weitgehend entschieden. Außerdem kündigte er an, bestimmte Ölsanktionen auszusetzen – ohne jedoch Details zu nennen. Kurz danach sanken die Ölpreise deutlich.

US-Präsident Donald Trump geht von einer nur noch kurzen Dauer des Iran-Kriegs aus. Man liege vor dem Zeitplan, sagte er bei einer Pressekonferenz, ohne diesen Zeitplan näher zu erläutern. Der Krieg werde zwar nicht in dieser Woche enden – Trump antwortet mit „Nein“ auf eine entsprechende Frage. Dies werde jedoch „sehr bald“ der Fall sein, sagte er, ohne ein konkretes Datum zu nennen.

Die USA hätten den Krieg in vielerlei Hinsicht bereits gewonnen, aber, so Trump wörtlich, man habe noch nicht genug gewonnen. Er lobte die operativen Erfolge des US-Militärs. Die iranischen Streitkräfte seien nahezu komplett außer Gefecht gesetzt, so der Präsident. Die große Gefahr in dem Krieg sei seit drei Tagen vorüber, so Trump weiter, ohne dies weiter auszuführen.

„Gehen gegen Drohnenproduktion vor“

Zuvor hatte er dem Sender CBS in einem Interview gesagt, Iran habe keine Marine mehr, keine Kommunikationssysteme und keine Luftwaffe. Seine Raketen seien fast vollständig zerstört, und die Drohnen samt Fabriken ausgeschaltet. Militärisch gesehen habe das Regime in Teheran nichts mehr, so Trump.

Die USA gehen nach Angaben des Präsidenten nun gegen die Drohnenproduktion des Irans vor. Die Drohnenstarts seien um 83 Prozent zurückgegangen, sagte er und sprach von 51 zerstörten iranischen Kriegsschiffen. Seit Beginn des Krieges Ende Februar hat das US-Militär eigenen Angaben zufolge mehr als 5.000 Ziele im Iran angegriffen.

Angesprochen auf den neuen Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, sagte Trump, er erwarte von diesem keine andere Politik, als dessen Vater, Ali Chamenei, zuvor vertreten hatte. Modschtaba Chamenei war am vergangenen Wochenende zum neuen Obersten Führer des Iran erklärt worden.

Trump will bestimmte Ölsanktionen aussetzen

Insidern zufolge erwägt der US-Präsident außerdem Maßnahmen zur Marktberuhigung. Dazu gehörten eine Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland sowie die Freigabe strategischer Reserven, sagten mehrere Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Montag.

Auf einer Pressekonferenz sagte Trump selbst zwar, die Vereinigten Staaten würden „bestimmte ölbezogene Sanktionen aussetzen, um die Preise zu senken“. Man werde diese bestimmten Sanktionen gegen einige Länder aufheben, bis die Straße von Hormus wieder offen sei. Er äußerte sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten.

Ölpreise gesunken

Kurz nach der jetzigen neuen Prognose Trumps zum Endes des Kriegs sanken die Ölpreise deutlich. Der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent fiel auf rund 89 Dollar. In der Nacht zum Montag waren es noch fast 120 Dollar.

Mit Informationen von Samuel Jackisch, ARD-Studio Washington