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Los Angeles (USA) – Erst flog sie ins All, jetzt landet sie vor Gericht: Lauren Sánchez Bezos (56), Ehefrau von Amazon-Milliardär Jeff Bezos (62), sieht sich plötzlich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Statt Kinder mit einer Geschichte über eine Fliege im Weltall zu begeistern, muss sie sich nun gegen den Vorwurf des Ideenraubs wehren. Ihre ehemalige Yogalehrerin behauptet, Sánchez Bezos habe für ihr Kinderbuch zentrale Einfälle übernommen und zieht vor ein Bundesgericht in Kalifornien.
Konkret geht es um das 2024 erschienene Kinderbuch „The Fly Who Flew to Space“. Darin erzählt Sánchez Bezos die Geschichte einer kleinen Fliege, die den Traum vom Flug ins All verwirklicht. Genau hier setzt die Klage an.

Lauren Sánchez Bezos mit ihrem Kinderbuch „The Fly Who Flew to Space“ – das Werk steht nun im Zentrum einer Klage
Foto: GC Images
Klage wegen angeblichen Buchklaus
Alanna Zabel (52), die Lauren früher als Yogalehrerin betreute, veröffentlichte bereits 2023 ein eigenes Kinderbuch mit dem Titel „Dharma Kitty Goes to Mars“. In ihrer Geschichte reist eine Katze zum Mars. Laut Klageschrift sollen wesentliche Ideen schon Jahre zuvor im persönlichen Austausch zwischen den beiden Frauen Thema gewesen sein. Zabel wirft Sánchez Bezos vor, kreative Konzepte übernommen zu haben.

Das 2024 erschienene Kinderbuch „The Fly Who Flew to Space“ von Lauren Sánchez Bezos steht im Mittelpunkt der Klage
Foto: SIMON & SCHUSTER US,THE COLLECTIVE BOOK STUDIO, 2024

Alanna Zabel (52) war früher als Yogalehrerin von Lauren Sánchez Bezos tätig. Nun zieht sie wegen angeblichen Ideenraubs vor Gericht
Foto: aziamyoga/Instagram
Welche konkreten Passagen oder Formulierungen betroffen sein sollen, ist bislang nicht im Detail öffentlich ausgeführt worden. Im Kern geht es offenbar um die Grundidee einer tierischen Hauptfigur, die zu einer Mission ins All aufbricht.

„Dharma Kitty Goes to Mars“: In Alanna Zabels 2023 erschienenem Kinderbuch reist eine Katze ins All – Parallelen, die sie nun auch im Werk von Lauren Sánchez Bezos sieht
Foto: AZ I AM Books
Sánchez Bezos weist Vorwürfe zurück
Die Anwälte von Lauren Sánchez Bezos halten die Anschuldigungen für unbegründet. Nach übereinstimmenden Berichten aus den USA argumentieren sie, beide Bücher teilten lediglich das Motiv einer Reise ins All. Dieses Grundthema sei allgemein gehalten und urheberrechtlich nicht geschützt.

Ab ins All: Lauren nach einem suborbitalen Flug mit der Blue-Origin-Kapsel „New Shepard“ in Texas im April 2025
Foto: picture alliance/ZUMAPRESS.com
Sánchez Bezos selbst äußerte sich bisher nicht ausführlich zu der Klage. Die 56-Jährige ist als frühere TV-Moderatorin, Unternehmerin und lizenzierte Hubschrauberpilotin bekannt. Mit ihrem Kinderbuch wagte sie zuletzt den Schritt ins Literaturgeschäft. Ob es tatsächlich zum Prozess kommt oder ob sich beide Seiten außergerichtlich einigen, ist derzeit offen. Das zuständige Bundesgericht muss nun prüfen, ob die Vorwürfe ausreichend Substanz haben. Klar ist nur: An juristischer Unterstützung dürfte es der Ehefrau von Multi-Milliardär Jeff Bezos kaum mangeln.