Mit einem Projekt zur Dekarbonisierung des Wärmemarkts verzeichnen die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG Wuppertal) und die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) Erfolge: Unter dem Projekttitel „300 to Zero“ ist es ihnen gelungen, den CO2-Ausstoß um 280 Tonnen pro Jahr zu reduzieren.

Im vergangenen Jahr haben die GWG und die WSW in diesem Rahmen eine Reihe von Projekten umgesetzt, mit dem übergeordneten Ziel, mindestens 300 Wohneinheiten an eine klimafreundlichere und effizientere Wärmeversorgung anzuschließen. Die CO2-Belastung sollte in diesen Beständen spürbar in Richtung null reduziert werden.

Kern des Projekts ist ein hybrides Wärmepumpensystem, bei dem die elektrisch betriebene Wärmepumpe dauerhaft die Hauptrolle übernimmt und den Großteil des Heiz- und Warmwasserbedarfs deckt. Nur wenn es draußen besonders kalt wird, schaltet sich ein ergänzendes Erdgas-Brennwertgerät unterstützend hinzu. Die Wärmepumpe bleibt die tragende Säule der Versorgung. Die Hybrid-Lösung eigne sich besonders dort, wo eine vollständige Wärmedämmung oder der Einbau von Flächenheizungen nicht rentabel oder technisch umsetzbar sei, so Andy Völschow, Leiter der Kunden- und Quartierslösungen bei den WSW. Zudem sei das System bei lokal begrenzter Stromnetzkapazität sinnvoll.

In acht Projektvorhaben wurden in 36 Wohngebäude mit insgesamt 331 Wohneinheiten die Wärmeerzeugungsanlagen modernisiert. Die installierte thermische Leistung beträgt 1,3 Megawatt, die Jahreswärmeerzeugung ungefähr 2 000 000 Kilowattstunden. Das Ergebnis: Durch die Dekarbonisierung werden in der Wärmeversorgung der GWG-Liegenschaften, für die sich die Hybrid-Lösung angeboten hat, künftig mindestens 280 000 Tonen CO2 pro Jahr eingespart. Die Investitionssumme liegt bei etwa 1,5 Millionen Euro.

„Mit den realisierten Projekten setzen wir unsere Klimastrategie konsequent um“, so Oliver Zier, Geschäftsführer der GWG Wuppertal. „Entscheidend ist für uns, Klimaschutz wirksam voranzubringen und gleichzeitig für unsere Mieterinnen und Mieter eine sichere und bezahlbare Wärmeversorgung zu gewährleisten“ Markus Hilkenbach, Vorstandsvorsitzender der WSW, hebt hervor: „Was hier entstanden ist, ist mehr als eine technische Lösung – es ist ein starkes Zeichen für gelebte Energiewende. Gemeinsam haben GWG und WSW in den Bestandsgebäuden ein modernes, zukunftsweisendes Wärmekonzept umgesetzt.“ Red