Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte, sein Land sei nicht auf der Suche nach einem Waffenstillstand. „Wir sind überzeugt, dass man dem Aggressor ins Gesicht schlagen muss, damit er eine Lektion erhält“, schrieb der frühere General auf X.

Die ersten beiden Tage des US-Angriffs auf den Iran haben laut einem Bericht der „Washington Post“ bereits enorme Kosten verursacht. Nach Schätzungen des Pentagon wurden in dieser Zeit Munition im Wert von rund 5,6 Milliarden Dollar eingesetzt. Die Summe wurde dem US-Kongress demnach Anfang der Woche mitgeteilt. Sie verdeutlicht, wie schnell die US-Streitkräfte einen Teil ihrer modernsten und zugleich knappsten Waffenbestände verbrauchen.

Kritiker im Kongress befürchten, dass der Konflikt die militärische Einsatzbereitschaft der USA schwächen könnte. Gleichzeitig bereitet die Regierung offenbar einen zusätzlichen Verteidigungshaushalt in Höhe von mehreren Milliarden Dollar vor, um den Einsatz gegen den Iran fortzuführen. Viele Demokraten haben bereits Widerstand angekündigt, nachdem frühere Versuche, die militärischen Aktionen einzuschränken, erfolglos geblieben waren.

Nach Angaben von Militärs wurden seit Beginn der Kämpfe Ende Februar mehr als 2.000 Präzisionswaffen eingesetzt und über 5.000 Ziele im Iran angegriffen. Die US-Armee will ihre Strategie inzwischen anpassen und verstärkt auf günstigere, häufiger verfügbare lasergelenkte Bomben setzen.

Theoretisch spielt das sogenannte „Weltuntergangsflugzeug“ eine wichtige Rolle für den Einsatz von Atomwaffen. Dieses Flugzeug wird nun im Krieg gegen den Iran eingesetzt. Den Grund dafür lesen Sie hier.

Außenminister Johann Wadephul hat sich zurückhaltend zu den Aussichten auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs geäußert. Die USA seien nach wie vor darauf konzentriert, die militärischen Möglichkeiten des Iran, „die eine Bedrohung der Nachbarschaft, aber auch Europas darstellen, so zu reduzieren, dass diese Gefahr nicht mehr besteht“, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem Kollegen Konstantinos Kombos in der zyprischen Hauptstadt Nikosia. „Ich denke, dass diese Angriffe so lange weitergehen werden, bis dieses Ziel erreicht ist oder die iranische Seite eine ernsthafte Bereitschaft gezeigt hat, zu verhandeln.“

Eine US-Geheimdienstanalyse kurz vor Beginn des Krieges kam zu dem Schluss, dass der Angriff Israels und der USA auf Iran wahrscheinlich nicht zu einem Regimewechsel in der Islamischen Republik führen würde. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf zwei mit dem Bericht vertraute anonyme Personen.