„Wasserrohr oder Bombe“
Dann entscheidet sich für tausende Dresdner, ob sie evakuiert werden
Aktualisiert am 10.03.2026 – 19:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Fundstücke von Sondierungsarbeiten liegen im Rahmen eines Pressetermins auf der Baustelle an der abgerissenen Carolabrücke am Ufer der Elbe. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa)
Am Dienstagabend fällt die Entscheidung, ob 18.000 Dresdner ihre Wohnungen verlassen müssen – oder nicht. Alle Infos zum möglichen Ablauf und zur Notunterkunft.
Was genau im Boden liegt, ist noch unklar. Die Störstellen hätten sich im Auswertungsprogramm als runde Körper gezeigt, sagte Sprengmeister Liers bei einem Pressetermin am Donnerstag. „Entweder ist es ein Wasserrohr von einem Meter Länge und 60, 70 Zentimeter Durchmesser oder es ist wirklich eine Bombe.“
Für die Untersuchung gilt zunächst ein Sperrkreis von 150 Metern. Der Elberadweg und der Schiffsverkehr werden gesperrt, Drohnen dürfen nicht fliegen. Anwohner sind davon nicht betroffen.
Wenn sich herausstellt, dass die Gegenstände ungefährlich sind, muss nicht evakuiert werden. Handelt es sich jedoch tatsächlich um Kampfmittel, sind zwei Szenarien möglich.
Bei einer prekären Auffindesituation der Bombe müsste sofort ein Sperrkreis mit einem Radius von 1.000 Metern eingerichtet werden. Lässt es die Gefahrenlage zu, beginnt die Evakuierung erst am Mittwochmorgen.
Die Stadt bittet Betroffene, sich vorzubereiten – die Evakuierung könnte im ungünstigsten Fall länger als 24 Stunden andauern.
Für Menschen, die nirgends unterkommen, steht die Messe Dresden als Notunterkunft bereit. Die DVB bieten am Mittwoch, 11. März, zwischen 7 und 9 Uhr zusätzliche Shuttles im 20-Minuten-Takt an – erstmals auch Straßenbahnen.
