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Köln (NRW) – Dieses „Nein“ für einen Kumpel an der Kneipentür tat offenbar so sehr weh, dass sich fünf junge Männer zusammentaten und den Türsteher nach Feierabend attackiert haben sollen. Die Gruppe schlug und trat brutal auf ihr Opfer ein, sodass der Securitymitarbeiter lebensgefährlich verletzt wurde. Jetzt droht der Jugendgang eine Verurteilung wegen versuchten Mordes.

Am Dienstag begann vor dem Landgericht Köln der Prozess gegen Tobias S., Max C., Aulon L., Rafael B. und Leon S. Zum Tatzeitpunkt waren alle Angeklagten zwischen 19 und 20 Jahre alt. Zum Prozessauftakt gestand ein Angeklagter die Tat, die anderen haben sich zu ihrer Beteiligung bisher nicht geäußert. Am 6. September 2025 haben die Fünf einen Türsteher (56) einer Kneipe in Köln-Nippes fast totgeprügelt. Der Anlass? Eigentlich eine Kleinigkeit.

Das war der Anlass für den Angriff

Der Streit begann eine Woche vor dem Angriff. Der Securitymann hatte einem Kumpel der Angeklagten den Zutritt zum Lokal verweigert. Aus Verärgerung trat Max C. (20) gegen den Wagen des Türstehers. Worauf dieser, laut der Aussage des Angeklagten, mit einem Teleskopstock ihm hinterherlief, ihn aber nicht erwischen konnte.

Verteidiger Bernhard Scholz neben seinem Mandanten Aulon L. (19)

Verteidiger Bernhard Scholz neben seinem Mandanten Aulon L. (19)

Foto: Mario Jüngling/BILD

Das machte die fünf Freunde offenbar so sauer, dass sie sich am 6. September 2025 in der Nähe der Kneipe aufhielten und warteten, bis der 56-Jährige gegen 4 Uhr morgens Feierabend machte. Als der Mann gerade in sein Auto steigen wollte, soll einer der Angeklagten ihn von hinten gepackt haben. Dabei soll der Angreifer das Opfer zu Boden gestoßen und ihm anschließend gegen den Kopf getreten haben. Kurz darauf sollen weitere Angreifer hinzugekommen sein und auf den am Boden liegenden Mann eingeprügelt haben.

Erst nach zahlreichen Schlägen und dem Stich mit einer abgebrochenen Bierflasche in den Rücken ließ die Gruppe von ihrem Opfer ab und flüchtete. Der Türsteher erlitt bei dem Angriff lebensgefährliche Verletzungen.

Angeklagter bedauert Tat

„Ich bedauere, was wir getan haben“, sagt Max C. am Dienstag vor Gericht. „Ich kann mir heute nicht mehr erklären, wie es dazu kommen konnte. Ich bin schockiert von mir selbst.“ Auch die restlichen Angeklagten kündigten an, sich im Laufe des Prozesses, der noch bis Mitte Mai fortgeführt werden soll, äußern zu wollen.