CDU-Stadträtin Sabine Heymann hatte zuvor darauf hingewiesen, dass dem betroffenen Flächeneigentümer durch den Beschluss des vorliegenden Plans möglicherweise Schadenersatzforderungen entstehen könnten. Bebauungspläne gelten jedoch grundsätzlich als kommunales Instrument zur Steuerung der Stadtentwicklung.

Erweiterung des Gewerbestandorts Alte Messe geplant

Mit dem Bebauungsplan soll das Gewerbegebiet Alte Messe nach Westen bis zur S-Bahn-Trasse erweitert werden. Ziel ist die Entwicklung eines Innovations- und Technologiestandorts. Zugleich soll die Nutzung der Flächen genauer festgelegt und eine koordinierte technische sowie verkehrliche Erschließung ermöglicht werden, die bislang fehlt.

Neben Gewerbebauten sind auch neue Grünflächen vorgesehen. Außerdem sollen Flächen für eine übergeordnete Radwegeverbindung gesichert werden, die als Aktivachse Süd beziehungsweise Radschnellverbindung zwischen Markkleeberg und Leipzig geplant ist. Vorgesehen ist zudem eine bessere Anbindung der S-Bahn-Haltestelle MDR an den Kultur-, Sport- und Kreativbereich der ehemaligen Großmarkthallen.