Bericht: Pistorius besorgt 30 „Patriot“-Raketen für die UkraineVerteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat laut einem Spiegel-Bericht von Partnern 30 zusätzliche Patriot-Flugabwehrraketen für die Ukraine organisiert. Zusammen mit fünf weiteren der weltweit knappen Hightech-Raketen vom Typ PAC-3 aus Bundeswehrbeständen sollen damit nun 35 der Abfangraketen in die Ukraine geliefert werden.

Pistorius hatte im Februar nach Beratungen am Rande eines Nato-Treffens in Brüssel erklärt, Deutschland werde fünf weitere Lenkflugkörper für Patriot-Systeme in der Ukraine liefern, wenn andere Unterstützerstaaten zusammen insgesamt 30 davon spendeten. Er sei sehr optimistisch, dass man die „30 plus 5“ erreiche, sagte der SPD-Politiker. Und: „Wir alle wissen, dass es darum geht, Leben zu retten. Es ist eine Frage von Tagen und nicht von Wochen oder Monaten.“

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage, Deutschland komme dem von Pistorius gemachten Vorschlag „vollumfänglich nach“. Es sei gelungen, eine weitere Anzahl der mit dieser Initiative beabsichtigten Bereitstellung von PAC-3 zusammenzubekommen, die sich nahe an der geplanten Zielmarke befinde und der Ukraine zur Abwehr der anhaltenden russischen Luftangriffe mit dem Hochwert-Luftverteidigungssystem Patriot zur Verfügung gestellt werden könne.

Wegen des hohen Verbrauchs von Patriot-Raketen zur Abwehr der iranischen Angriffe auf US-Basen im Nahen Osten seien die Bestände dünner denn je, schreibt der Spiegel. Experten schätzten, dass die Ukraine jeden Monat um die 60 Patriot-Lenkflugkörper benötige, um die eigene Flugabwehr aufrechtzuhalten.