München – Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter denkt über einen radikalen Schritt nach. Der SPD-Politiker erwägt, seine Posten beim FC Bayern niederzulegen. „Natürlich muss man sich überlegen, ob man und inwieweit man weiterhin die Mandate, die jetzt quasi zur Kritik geführt haben, weiter ausübt“, sagte er dem BR-Politikmagazin „Kontrovers“ (heute Abend, 21.15 Uhr).
Zuvor will er das aber noch mit dem Bundesligisten klären. „Insoweit glauben Sie mir, darüber denke ich intensiv nach und ich werde auch rechtzeitig mich dazu äußern.“ Auf Nachfrage bestätigte der Oberbürgermeister, dass er über einen Verzicht auf den Aufsichtsratsposten nachdenke. „Das heißt auch, dass ich darüber nachdenke, was mit den Vergütungen passiert. Das werde ich jetzt die nächsten Tage entscheiden.“
Schlechtes Wahlergebnis als Auslöser
Hintergrund: Reiter stand zuletzt wegen seiner Tätigkeit für den Fußball-Rekordmeister und seinen Umgang damit in der Kritik. Am Sonntag musste er bei der Oberbürgermeisterwahl in München ein deutlich schlechteres Ergebnis als erwartet hinnehmen. Am 22. März tritt er in der Stichwahl gegen den Grünen Herausforderer Dominik Krause an.