Wenn der Frühling erwacht, beginnt für viele Menschen die Heuschnupfen-Zeit. Dabei ist Heuschnupfen im Grunde ein großes Missverständnis: Die körpereigene Abwehr stuft den eigentlich harmlosen Blütenstaub von Bäumen, Gräsern oder Kräutern fälschlicherweise als gefährlichen Eindringling ein. Sobald die Pollen auf die Schleimhäute treffen, schlägt das Immunsystem Alarm und mobilisiert seine Schutztruppen. Dabei werden Botenstoffe wie Histamin ausgeschüttet, die eine Kettenreaktion auslösen: Die Nasenschleimhaut schwillt an, um die vermeintliche Gefahr zu blockieren, und die Augen produzieren Tränenflüssigkeit, um den Angreifer schlichtweg auszuspülen. Was als Schutzmechanismus gedacht ist, wird für Betroffene zur Qual.