DruckenTeilen
Aktuelle News zum Iran-Krieg im Ticker: Trump steht wegen steigender Ölpreise zunehmend unter Druck. Teheran setzt sich mit harten Drohungen zur Wehr.
Update, 13:56 Uhr: Die Lage um das neue religiöse Oberhaupt des Iran, Modschtaba Chamenei, ist unklar. Offenbar wurde er zu Beginn der amerikanisch-israelischen Operation an den Beinen verletzt. Nun soll er sich an einem geheimen Ort aufhalten.
Update, 13:27 Uhr: Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Straße von Hormus als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet. „Wir werden niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl zugunsten der USA, der Zionisten und ihrer Partner durch die Straße von Hormus transportiert wird“, sagte ein Militärsprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.
„Eure lebenswichtigen Zentren und Stützpunkte werden einer nach dem anderen in dem Feuer brennen, das ihr entfacht habt“, drohte der Militärsprecher weiter. „Und sie werden wieder und wieder brennen.“ An die USA gerichtet sagte der Militärsprecher: „Ihr solltet wissen, dass ihr den Öl- und Energiepreis nicht künstlich niedrig halten könnt. (…) Rechnet mit einem Preis von 200 Dollar pro Barrel, denn der Ölpreis hängt von der Sicherheit der Region ab – und ihr seid die Quelle dieser Unsicherheit“, sagte er.
Iran-News: Neue Drohung aus Teheran gegen USA und Israel
Update, 12:13 Uhr: Deutschland gibt nach dpa-Informationen einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise. Die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten. Mit dem Schritt erhofft man sich eine Beruhigung der Märkte und dass der durch den Krieg ausgelöste rasante Ölpreisanstieg abgefedert wird.
Update, 11:51 Uhr: Die iranische Armee hat am Mittwoch Angriffe gegen wirtschaftliche Ziele der USA und Israels in der Region angekündigt, nachdem Berichten zufolge eine Bank in Teheran bei US-israelischen Angriffen getroffen worden war. „Der Feind hat uns freie Hand gelassen, Wirtschaftszentren und Banken anzugreifen“, die den USA und Israel gehörten, hieß es in einer Erklärung des zentralen Einsatzkommandos der Armee, Chatam Al-Anbija, die im Staatsfernsehen übertragen wurde.
Das Einsatzkommando, das den iranischen Revolutionsgarden angehört, rief die Menschen in der Region auf, einen Abstand von mindestens einem Kilometer zu Banken zu halten. Iranische Medien hatten zuvor berichtet, dass bei US-israelischen Angriffen in der Nacht eine Bank in Teheran getroffen worden sei, wobei demnach eine nicht genannte Zahl an Mitarbeitern starb.
Update, 10:37 Uhr: Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten.
Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije, in denen die Hisbollah Waffen lagerte, hieß es in einer Mitteilung.
Iran-News: Vier Verletzte am Dubai-Flughafen
Update, 9:07 Uhr: Bei dem Absturz von zwei Drohnen in der Nähe des Flughafens von Dubai sind Behördenangaben zufolge vier Menschen in den Vereinigten Arabischen Emiraten verletzt worden. Zwei Drohnen seien am Mittwoch in der Nähe des internationalen Flughafens abgestürzt und hätten zwei Ghanaer und einen bangladeschischen Staatsangehörigen leicht verletzt, ein Inder sei mittelschwer verletzt worden, erklärte das Medienbüro der Metropole. Der Flugverkehr sei ohne Unterbrechung fortgesetzt worden.
Update, 8:24 Uhr: In der Straße von Hormus ist Behördenangaben zufolge am Mittwoch erneut ein Frachtschiff von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden. Der Einschlag habe einen Brand an Bord ausgelöst und die Besatzung zur Evakuierung gezwungen, meldete die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO). Das Schiff habe einen Hilferuf ausgesandt. Der Vorfall ereignete sich UKMTO zufolge etwa 20 Kilometer nördlich von der omanischen Küste entfernt.
In der Nacht zum Mittwoch hatte die britische Behörde bereits einen weiteren Beschuss eines Frachters in der Region vermeldet: Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate war demnach ein Containerschiff von einem Geschoss getroffen worden. Alle Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit.
Update, 6:21 Uhr: Die US-Armee hat nach Angaben von Präsident Donald Trump insgesamt 16 iranische Minenleger-Schiffe nahe der Straße von Hormus zerstört. Das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom bestätigte die gestiegene Zahl der vernichteten Schiffe, nachdem Trump zunächst von zehn Schiffen gesprochen hatte.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg
Fotostrecke ansehen
Trump hatte den Iran zuvor mit drastischen Konsequenzen gedroht: „Sollten aus irgendeinem Grund Minen gelegt worden sein und diese nicht umgehend entfernt werden, werden die militärischen Konsequenzen für den Iran ein Ausmaß erreichen, wie es noch nie zuvor zu sehen war“, schrieb er auf Truth Social. Durch die Meerenge werden normalerweise fast 20 Prozent des weltweiten Rohöls transportiert.
Wadephul dämpft Hoffnungen auf schnelles Kriegsende
Update, 11. März, 5:03 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) rechnet nicht mit einem schnellen Ende des Iran-Krieges. Zu dieser Einschätzung sei er nach einem Treffen mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar in Israel und nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio gekommen, sagte Wadephul gestern Wadephul gestern Abend in den ARD-„Tagesthemen“. Es gehe Israel und den USA darum, das Arsenal des Iran zu zerstören.
Ein exaktes Ende des Krieges könne er nicht vorhersagen, erklärte Wadephul. „Aber ich glaube, wir müssen uns insgesamt noch auf eine gewisse Zeit einrichten, dass es weitergeht.“ Er betonte zudem, die Bundesregierung tausche sich mit ihren Partnern über die Auswirkungen des Krieges aus. Dabei gehe es etwa um die Energiepreise und potenzielle neue Flüchtlingskrisen.
Wadephul betonte zudem die Notwendigkeit der Wahrung der territorialen Integrität des Iran. Es sei wichtig, „dass es dort kein Chaos gibt in diesem Land“, sagte er. Das würde niemandem nutzen. Auch eine Ausweitung des Konfliktes müsse unbedingt vermieden werden. Das scheine auch ein Interesse vieler Golfstaaten zu sein, erklärte Wadephul.
Update, 21:55 Uhr: Irans Außenminister Abbas Araghtschi fordert von UN-Generalsekretär António Guterres und dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit Blick auf den Iran-Krieg „stärkere und verantwortungsvollere Positionen“. Es müsse ein „eindeutiges Verurteilen der Aggression“ der USA und Israels geben, sagte Araghtschi laut der Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag.
In einem Telefonat mit Guterres habe der iranische Außenminister auf die Rolle der Vereinten Nationen als Friedensbewahrer hingewiesen, meldete Tasnim weiter. Es gebe eine entsprechende „ernsthafte Erwartung der iranischen Regierung und des iranischen Volkes“, sagte der Minister demnach.
Wachsende Meinungsverschiedenheiten zwischen USA und Israel
Update, 20:20 Uhr: Innerhalb der Allianz aus USA und Israel scheint es wachsende Meinungsverschiedenheiten über das weitere Vorgehen im Iran-Krieg zu geben. Das zumindest legen Medienberichte aus dem Nahen Osten und den USA nahe. Sowohl Al Jazeera als auch CNN melden, dass Israel seine Offensive im Iran-Krieg noch mehrere Wochen laufen lassen will. US-Präsident Donald Trump soll den Militäreinsatz aber lieber früher beenden wollen. Israel habe seine Angriffe – aus Angst, dass sich das Zeitfenster schließt – intensiviert.
Update, 19:22 Uhr: Mit einem Tweet zur angeblichen Eskortierung eines Öltankers durch die Straße von Hormus hat US-Energieminister Chris Wright Verwirrung gestiftet: Kurz nachdem er am Dienstag im Onlinedienst X von einer „erfolgreichen“ Eskorte für einen Tanker durch die Meerenge geschrieben hatte, löschte Wright seinen Beitrag wieder. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, kein US-Schiff habe es gewagt, sich der Meerenge zu nähern. Die Ölpreise hatten zwischenzeitlich deutlich nachgegeben.
„Die US-Marine hat erfolgreich einen Öltanker durch die Straße von Hormus eskortiert, um sicherzustellen, dass Öl auf die Weltmärkte fließt“, hatte Wright ursprünglich geschrieben. In einem angehängten Video kündigte er an, weitere Schiffe würden folgen. Damit erfülle Präsident Donald Trump sein Versprechen, die weltweite Energieversorgung während des Militäreinsatzes gegen den Iran zu gewährleisten, schrieb der Minister.
Die Ölpreise brachen daraufhin ein: Die Nordseemarke Brent verbilligte sich um 15,03 Prozent auf 84,09 Dollar. Die US-Sorte WTI verlor 15,46 Prozent an Wert und notierte zwischenzeitlich bei 80,12 Dollar. Kurze Zeit später war Wrights Kurzbotschaft von seinem Online-Nutzerkonto wieder verschwunden. Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP reagierte das Energieministerium zunächst nicht.
Israel bestätigt Raketenangriff aus dem Iran
Update, 17:30 Uhr: Israelische Behörden haben den Raketenangriff aus dem Iran bestätigt. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, sich in Luftschutzbunker zu begeben. Über mögliche Schäden oder Verluste im Zuge der jüngsten Angriffswelle im Iran-Krieg ist bislang nichts bekannt. Laut dem israelischen Militär ist es der Luftabwehr gelungen, einen Großteil der Raketen abzufangen. Die Geschosse könnten aber immer noch eine Gefahr für die Zivilbevölkerung darstellen. Wie die Times Of Israel berichtet, sollen über die Hälfte der Raketen aus dem Iran mit Streumunition ausgerüstet gewesen sein. Streubomben bestehen aus vielen kleinen Sprengkörpern, die nicht immer alle zünden. Im Jahr 2010 unterzeichneten 112 Staaten ein Abkommen, dass den Einsatz von Streumunition verbietet. Der Iran, Israel und die USA gehören nicht dazu.
Update, 16:15 Uhr: Die iranischen Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge eine Angriffswelle auf Ziele des US- und israelischen Militärs gestartet. Das geht aus einer Meldung der Nachrichtenagentur Al Jazeera hervor, die wiederum auf eine Nachrichtenagentur aus dem Iran verweist. Bei dem Angriff sollen mehrere Waffensysteme zum Einsatz gekommen sein, darunter auch Hyperschallraketen. Getroffen worden seien US-Militärstützpunkte in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain – konkret der Luftwaffenstützpunkt al-Dhafra nahe Abu Dhabi sowie der Stützpunkt Jufair. In Israel seien mehrere Anlagen attackiert worden, darunter der Luftwaffenstützpunkt Ramat David und der Zivilflughafen von Haifa. Eine Bestätigung des Angriffs oder Angaben über mögliche Verluste gibt es bislang nicht.
Update, 15:21 Uhr: Ein Ende des Iran-Krieges bleibt nach Aussagen von Israels Außenminister Gideon Saar ungewiss – er ließ nach einem Gespräch mit seinem deutschen Kollegen Johann Wadephul offen, wann die israelischen Angriffe gestoppt werden. Israel sehe aktuell die Chance, die vom Iran ausgehenden Risiken dauerhaft zu beseitigen, so Saar – mit der bestehenden Führung in Teheran sei dies kaum möglich. Auch Wadephul sah wenig Spielraum für Diplomatie: Die iranische Seite zeige bislang keine Bereitschaft zu einer Verhandlungslösung.
Ein abgefangenes Geschoss explodiert in der Bucht von Haifa. Seit Ausbruch des Iran-Kriegs attackieren das Mullah-Regime und seine Verbündeten zahlreiche Ziele im Nahen Osten, darunter auch Städte in Israel. © dpa
Update, 14:57 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim Iran-Krieg das Fehlen eines gemeinsamen Beendigungsplans der USA und Israels kritisiert. „Vor allem besorgt uns, dass es offensichtlich keinen gemeinsamen Plan gibt, wie dieser Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann“, sagte der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis in Berlin. Merz warnte zudem ausdrücklich vor einem Szenario wie nach den Interventionen im Irak oder in Libyen, wo Chaos und Bürgerkrieg folgten – ein solches Ergebnis „würde auch uns allen schaden“.
Mullah-Regime droht Trump mit Auslöschung
Update, 13:07 Uhr: Im Iran-Krieg hat der hochrangige iranische Funktionär Ali Laridschani auf neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einer scharfen Gegenwarnung reagiert. „Passen Sie selbst auf, dass Sie nicht ausgelöscht werden“, schrieb der Generalsekretär des Sicherheitsrats auf X und betonte, man habe keine Angst vor Drohungen. Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social gedroht: „Tod, Feuer und Zorn werden über sie herrschen – aber ich hoffe und bete, dass es nicht dazu kommt!“ – für den Fall, dass Iran den Ölhandel durch die Straße von Hormus behindere.
Update, 12:35 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist möglicherweise zu Gesprächen mit dem Iran bereit. Das erklärt er am Montag in einem Interview mit Fox News, wie der TV-Sender am Dienstag bekanntgab. Währenddessen sagte Kamal Kharazi, außenpolitischer Berater des obersten Führers im Iran, im Interview mit CNN, man stelle sich auf einen langen Krieg mit den USA und Israel ein. Momentan sehe Teheran demnach keinen Raum für Diplomatie.
Israel will an Zielen im Iran-Krieg festhalten
Update, 11:11 Uhr: Ungeachtet von Trumps Ankündigung eines baldigen Endes des Iran-Krieges hält Israel am Ziel des Sturzes der iranischen Führung fest. „Unser Bestreben ist es, das iranische Volk dazu zu bringen, das Joch der Tyrannei abzuwerfen“, erklärte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Dienstag. Es bestehe kein Zweifel, dass Israel der Führung mit den bisherigen Maßnahmen die „Knochen bricht“. US-Präsident Donald Trump hatte dem Sender CBS am Montag gesagt, er halte den Krieg „für so gut wie beendet“ – was weltweit die Ölpreise sinken ließ und an den Börsen für Erleichterung sorgte.
Iran-News: Teheran fordert Sicherheitsgrarantien für Waffenstillstand
Update, 10:38 Uhr: Im Iran-Krieg hat Teheran Sicherheitsgarantien als Bedingung für einen möglichen Waffenstillstand mit den USA und Israel genannt. „Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden“, zitierte die Zeitung Shargh Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi.
Unterdessen stellte sich Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf gegen jegliche Waffenruhe: „Wir sind überzeugt, dass man dem Aggressor ins Gesicht schlagen muss, damit er eine Lektion erhält“, schrieb der frühere General auf X.
Iran-News: Israels Militär ist Zeitplan im Iran-Krieg voraus
Update, 10:11 Uhr: Israels Botschafter in Frankreich hat erklärt, sein Land liege beim Iran-Krieg im Zeitplan – und sei sogar früher als erwartet auf Kurs. Joshua Zarka nannte gegenüber dem französischen Fernsehsender BFMTV als eines der Kriegsziele die Schwächung der iranischen Behörden, „damit das iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann“. Zum Libanon sagte Zarka, ihm sei nicht bekannt, dass Israel eine Entscheidung getroffen habe, mit dem Libanon über ein Ende des Krieges verhandeln zu wollen.
Erstmeldung vom 10. März: Washington, DC – Donald Trump sucht wohl nach einem Ausweg aus dem Iran-Krieg. Steigende Ölpreise und schlechte Umfragewerte infolge der koordinierten Angriffe mit Israel auf den Iran machen dem US-Präsidenten zu schaffen. Berater hätten den US-Präsidenten in den vergangenen Tagen dazu ermutigt, einen Plan zu formulieren, der die USA aus dem Krieg im Iran herausholt. Trump müsse argumentieren, dass die US-Regierung ihre Ziele im Iran weitestgehend erreicht habe. Das berichtet das Wall Street Jounal.
Mit Blick auf den Bericht erscheinen auch Trumps Äußerungen vom Montagabend in einem anderen Licht. Inmitten heftiger israelischer Angriffe auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump da überraschend ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht. „Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe“, zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe „weit vor dem Zeitplan“. Das Hauptrisiko sei vorbei. Der US-Präsident legte sich aber nicht auf einen konkreten Zeitpunkt fest.
Trump rudert nach Öl-Preis-Schock im Iran-Krieg zurück
Bereits in den vergangenen Tagen wurde der steigende innenpolitische Druck auf Trump durch den Iran-Krieg immer wieder thematisiert. Die Auswirkungen des Kriegs auf die Handelsrouten in der Straße von Hormus ließen den Ölpreis am Montag in die Höhe schießen. Der Preis für ein Barrel der Rohölsorte Brent stieg zwischenzeitlich auf 120 US-Dollar. Nach Trumps Ankündigung über ein mögliches baldiges Kriegsende fiel der Preis zwischenzeitlich auf unter 90 Euro.
Der Iran wird nach Angaben der Revolutionsgarden dennoch bis zum Ende des Krieges keine Ölexporte aus der Region an Verbündete der USA und Israels erlauben. „Die iranischen Streitkräfte werden bis auf Weiteres nicht zulassen, dass auch nur ein Liter Öl aus der Region an die feindliche Seite und ihre Partner exportiert wird“, sagte Revolutionsgarden-Sprecher Ali Mohammad Naini laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag. „Ihre Bemühungen, die Preise für Öl und Gas zu senken und zu kontrollieren, werden nur vorübergehend und erfolglos sein“, sagte Naini. Der Handel hänge unter Kriegsbedingungen „von der Sicherheit ab“.
Iran-News: Innenpolitischer Druck auf Trump steigt
Die Unsicherheit bei den Ölpreisen birgt für Trump ein hohes politisches Risiko. Ein zentrales Wahlversprechen von Trump waren sinkende Kosten für die US-Bürger. Seinen Vorgänger Joe Biden hatte er wiederholt für steigende Benzinpreise kritisiert. Aufgrund hoher Benzinpreise steigen aber auch die Preise von anderen Waren. Politischer Sprengstofft – gerade mit Blick auf die Midterms im November.
Derweil bleibt abzuwarten, ob Trump die USA überhaupt aus dem Iran-Krieg herausführen kann. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten scharf auf Trumps Äußerungen. „Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden“, hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. „Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik.“ Noch am Freitag hatte Trump selbst Verhandlungen abgelehnt und von Teheran die „bedingungslose Kapitulation“ gefordert. (red)