Den Führerschein beantragen, sich am neuen Wohnsitz anmelden oder ein Unternehmen gründen – Kostenpflichtiger Inhalt diese und viele weitere Verwaltungsleistungen sollen für Bürger in Deutschland in Zukunft digital nutzbar sein. Doch die öffentliche Digitalisierung liegt weit hinter den Vorgaben zurück: Anfang 2026 waren gerade einmal 823 von insgesamt 7509 Einzelleistungen bundesweit flächendeckend online verfügbar. Das geht aus dem Behörden-Digimeter des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hervor, die unserer Redaktion exklusiv vorliegt. In NRW wurden 43 Prozent der Einzelleistungen in mindestens einer Kommune umgesetzt. Damit ist das Bundesland mit deutlichem Abstand Spitzenreiter vor Bayern (33 Prozent) und Niedersachsen (25 Prozent). Schlusslicht ist das Saarland mit 15 Prozent.