Flüsseviertel

Norddeutsches Notting Hill: Hier würde Hugh Grant hinziehen

Aktualisiert am 11.03.2026 – 22:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Flüsseviertel in der Neustadt: Viele Häuschen sind bunt und aufwendig verziert.Vergrößern des Bildes

Das Flüsseviertel in der Neustadt: Viele Häuschen sind bunt und aufwendig verziert. (Quelle: WFB/Thomas Hellmann)

Hugh Grant würde sich in einem bunten Stadtteil von Bremen sicherlich wohlfühlen. Es erinnert an das berühmte Viertel Notting Hill in London.

Das Flüsseviertel in Bremen-Neustadt ist nicht nur eine begehrte Wohngegend. Auch Touristen besuchen die Ecke gerne. Seinen Namen hat das Viertel, weil die meisten Straßen nach Flüssen benannt sind, wie etwa die Rheinstraße, Moselstraße oder Lahnstraße. Die Straßen in dem nahezu quadratisch angelegten Viertel sind gesäumt von den typischen Altbremer Häusern mit bunten, verzierten Fassaden.

Die Reihenhäuser entstanden zwischen 1850 und 1920 im Stil des Klassizismus, Historismus und im Jugendstil, damals waren sie als Einfamilienhäuser konzipiert. Charakteristisch sind das Souterrain sowie die schmale Bauweise. Altbremer Häuser erstrecken sich dafür nach hinten und in die Höhe.

Typisch sind außerdem Stuck auf den teilweise bunten Fassaden und den Erkern, einige Häuser haben Wintergärten oder Veranden, die meistens nachträglich angebaut worden sind.

Viele Altbremer Häuser sind bis heute gut erhalten und als Wohnraum sehr begehrt, manche stehen unter Denkmalschutz. Auch seien sie als „sehenswerte Fotomotive eine beliebte Touristenattraktion“, schreibt das Stadtportal bremen.de.

In Notting Hill in London handelt es sich bei den Reihenhäusern um viktorianische Townhouses, die ebenfalls durch bunte Fassaden auffallen und ein Touristenmagnet sind.

Ihre Geschichte reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Damals wurden die kleinen Townhouses für reiche Adelige errichtet, die für kurze Aufenthalte von ihren Landsitzen in die Stadt kamen.