Bombenfund in Duisburg

Sieben Zuglinien nach Düsseldorf stundenlang ausgefallen

Aktualisiert am 12.03.2026 – 01:27 UhrLesedauer: 2 Min.

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Der RE 2 nach Düsseldorf im Duisburger Hauptbahnhof (Archivbild): Eine Evakuierung verursachte Verspätungen. (Quelle: Stefan Arend)

Eine Weltkriegsbombe in Duisburg legte am Mittwochabend gleich sieben Zuglinien nach Düsseldorf lahm. Und es war bereits der zweite Fund binnen zwei Tagen.

Düsseldorf und Duisburg liegen nur wenige Kilometer auseinander – am Mittwochabend war diese kurze Strecke plötzlich kaum zu überbrücken. Bei Bauarbeiten am Duisburger Hauptbahnhof stießen Arbeiter auf eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg und legten damit den Zugverkehr auf einer der meistbefahrenen Pendlerstrecken Nordrhein-Westfalens lahm.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entdeckte den Blindgänger im Laufe des Mittwochs, wie die Stadt Duisburg mitteilte. Ab 18.30 Uhr wurde der Hauptbahnhof evakuiert, ab 20 Uhr galten sämtliche Sperren rund um den Fundort. Die Bombe wurde anschließend kontrolliert gesprengt – die Stadt hob die Sperrung daraufhin wieder auf.

Für Reisende zwischen Düsseldorf und dem Ruhrgebiet bedeutete das stundenlange Wartezeiten und Umleitungen. Gleich sieben Linien mit Halt in Düsseldorf waren betroffen: RE 1, RE 2, RE 3, RE 5, RE 6, RE 11 und RE 19. Alle Linien wurden während der Evakuierung zurückgehalten oder nach Möglichkeit umgeleitet. Bereits im Vorfeld der Sprengung kam es laut Bahn zu Beeinträchtigungen.

Die Evakuierungszone rund um den Fundort umfasste einen Radius von 600 Metern. Rund 6.600 Anwohnerinnen und Anwohner sowie zahlreiche Reisende waren betroffen. In dem Bereich lagen neben dem Bahnhof der Portsmouthplatz, Teile der Fußgängerzone, das UCI-Kino, Hotels, Bürogebäude und Gewerbebetriebe. Auch die Autobahn A59 musste zwischen der Anschlussstelle Duisburg-Hochfeld und dem Autobahnkreuz Duisburg gesperrt werden. Für Evakuierte stand ab 18 Uhr ein Aufenthaltsraum in der Gesamtschule Duisburg-Mitte, Eingang Oranienstraße, bereit.

Für Duisburg war es bereits der zweite Bombenfund innerhalb von 48 Stunden: Schon am Dienstag war am Hauptbahnhof ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und kontrolliert gesprengt worden – auch damals musste der Bahnhof gesperrt werden.