- Der Belastungstest der Bürgermeister-Smidt-Brücke in Bremen wurde erfolgreich durchgeführt und zeigte weniger gravierende Mängel als zuvor angenommen.
- Lars Degen von der Bremer Straßenbahn-AG erklärte: „Heute ist ein freudiger Tag für die BSAG.“ Die lange Sperrzeit war für BSAG und deren Kunden belastend.
- Experten wie ASV-Chef Rick Graue betonen, dass Belastungstests künftig häufiger durchgeführt werden, jedoch ist jedes Bauwerk individuell zu bewerten.
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„Heute ist ein freudiger Tag für die BSAG.“ Dieser Satz, den Lars Degen von der Bremer Straßenbahn-AG am Mittwoch beim Termin auf der Bürgermeister-Smidt-Brücke geäußert hat, ließe sich durchaus noch auf andere Bereiche erweitern. Natürlich wäre der Tag noch erfreulicher gewesen, wenn er schlicht eher stattgefunden hätte. Auszubaden hatten die lange Zeitspanne zwischen Belastungstest und der Straßenbahnfreigabe die BSAG-Kunden und auch das Unternehmen selbst. Mit dem zwischenzeitlichen Verbleib der Wilhelm-Kaisen-Brücke als einziger bahntauglicher Weserquerung waren alle Seiten unglücklich. Doch nicht nur deswegen bleibt der frohgemut gesprochene Satz richtig: „Heute ist ein freudiger Tag.“ Und das auch ohne den Bezug zur BSAG.
Der Grund dafür ist perspektivisch zu sehen. Bekanntermaßen ist laut einem Sprichwort dem Ingenieur nichts zu schwör. Doch der erfolgreich absolvierte Belastungstest mit Millionen von Messwerten zeigt: Theorie und Praxis können auch in der Statik, deren Grundlagen jahrhundertealt und bewährt sind, durchaus auseinanderliegen. Die Belastungen der Bürgermeister-Smidt-Brücke waren in der Praxis nicht so gravierend, wie in der Theorie errechnet. Dieses Beispiel macht Hoffnung. Bisher gibt es noch nicht viele solcher Belastungstests von Brückenbauwerken. Doch marode Brücken wie die Bürgermeister-Smidt-Brücke gibt es zuhauf, weil sie jahrelang vernachlässigt wurden und die Konstruktionen teilweise mit den heutigen Verkehren überfordert sind.
Überall in Deutschland müssen solche Brücken renoviert und/oder erneuert werden. Der in Bremen erfolgreich absolvierte Test zeigt, dass manche von ihnen womöglich doch nicht so marode sind, dass sie gesperrt werden müssen. So ließe sich womöglich die Lebensdauer mancher Brücke noch verlängern und wichtige Zeit für einen Neubau gewinnen. Technisch steht man hier noch am Anfang. Auch die Experten in der Bremer Behörde, die unterstützend das Know-how der Hochschule Bremen nutzen konnten, wollen das aktuelle Beispiel nicht auf andere Brücken übertragen. „Jede Brücke ist anders“, sagt ASV-Chef Rick Graue. Fest steht: Über kurz oder lang wird es auch anderswo mehr solcher Tests geben – und das Wissen über die Stabilität von Brücken weiter wachsen. Ein freudiger Tag.
Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.
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