Die Experten kritisieren vor allem die Subventionen im Rahmen der GAP. So sollten Beihilfen für Tierhaltung auslaufen. Neben einer Reform der GAP empfehlen die Wissenschaftler, einen CO2-Preismechanismus einzuführen, der auch die Landwirtschaft einbezieht. Dieser solle sich an der Struktur des europäischen Emissionshandelssystems orientieren. Immerhin sei es damit gelungen, die Emissionen von Industrie und Kraftwerken etwa zu halbieren. 

Nach Ansicht der Experten sollte eine CO2-Bepreisung im Agrarsektor sehr differenziert ausgestaltet werden. Drei getrennte Regelwerke schlagen sie vor: 

  • eines für energiebedingte Emissionen in der Landwirtschaft, 
  • eines für Nicht-CO2-Emissionen wie Methan aus der landwirtschaftlichen Produktion 
  • sowie ein drittes für Maßnahmen zur Entnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre durch Landnutzung. 

CO2-Bepreisung wird ausdrücklich nicht als alleinige Lösung gesehen, sondern als Teil eines Politik-Mixes: Neben der Reform der GAP, neben Preisinstrumenten für klimafreundliche Ernährung, wie einer differenzierten Mehrwertsteuer, Informationspolitik zählen dazu auch Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung.