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Das Ergebnis der Stadtratswahl in München steht fest. Während Grüne und SPD einbüßen, holen Linke und Volt deutlich auf. Auch die AfD verbessert sich.

München – Gut zwei Tage nach der Kommunalwahl steht das Ergebnis nun endgültig fest: In München sind die Stimmen der Stadtratswahl ausgezählt. Damit ist klar, wie sich der neue Stadtrat zusammensetzt – und welche Parteien in den einzelnen Stadtbezirken vorn liegen. Die Grünen bleiben trotz Verlusten stärkste Kraft im Münchner Stadtrat. Nach Auszählung aller 1.376 Stimmbezirke kommt die Partei auf 26,5 Prozent der Stimmen, was 21 Sitzen entspricht. Dahinter folgen die CSU mit 24,9 Prozent und 19 Sitzen sowie die SPD mit 19,1 Prozent und 15 Sitzen.

Kommunalwahlen in Bayern Die Grünen sind die stärkste Kraft im Münchner Stadtrat. © Peter Kneffel/dpa

Sowohl Grüne als auch SPD büßten im Vergleich zur Kommunalwahl 2020 ein: Die Grünen verlieren 2,6 Prozentpunkte, die SPD 2,8 Punkte. Die CSU konnte sich dagegen nach ihrem Rückgang 2020 leicht erholen und steigert ihr Ergebnis um 0,2 Prozentpunkte. Die größten Zugewinne verbuchte die Linke: Ihr Stimmenanteil wuchs um 3,3 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent (5 Sitze). Auch Volt legte deutlich zu und erreicht mit einem Plus von 2,9 Punkten nun 4,7 Prozent (4 Sitze). Die AfD kommt auf 5,9 Prozent (5 Sitze) – ein Zuwachs von 2,1 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Kommunalwahl.

Münchner Stadtratswahlergebnisse 2026 im Überblick

  • Grüne: 26,5 % (21 Sitze)
  • CSU: 24,9 % (19 Sitze)
  • SPD 19,1 % (15 Sitze)
  • Die Linke: 6,6 % (5 Sitze)
  • AfD: 5,9 % (5 Sitze)
  • Volt: 4,7 % (4 Sitze)
  • FDP: 3,4 % (3 Sitze)
  • ÖDP: 2,7 % (2 Sitze)
  • Freie Wähler: 2,5 % (2 Sitze)
  • Rosa Liste: 1,0 % (1 Sitz)
  • Bündnis Kultur: 0,9 % (1 Sitz)
  • Die Partei: 0,7 % (1 Sitz)
  • München-Liste: 0,7 % (1 Sitz)

CSU oder Grüne? – In welchen Stadtbezirken welche Partei vorn liegt

Auch in den Stadtbezirken zeigt sich ein klares Muster: In 15 Bezirksausschüssen liegen die Grünen vorn – darunter Milbertshofen-Am Hart, Schwabing-Freimann, Schwabing-West, Neuhausen-Nymphenburg, Maxvorstadt, Altstadt-Lehel, Laim, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Schwanthalerhöhe, Au-Haidhausen, Sendling-Westpark, Sendling, Untergiesing-Harlaching, Obergiesing-Fasangarten und Berg am Laim.

Zehn Bezirke gehen dagegen an die CSU: Allach-Untermenzing, Aubing-Lochhausen-Langwied, Pasing-Obermenzing, Moosach, Feldmoching-Hasenbergl, Hadern, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln, Ramersdorf-Perlach, Trudering-Riem und Bogenhausen.

(Die Wahl des OB in München ist noch nicht entschieden – der Passauer Politologe Michael Weigl blickt auf die Ergebnisse der Kommunalwahlen.)

Bereits 2020 waren die Grünen erstmals stärkste Kraft im Stadtrat geworden und bildeten anschließend eine grün-rote Koalition mit der SPD. Ob dieses Bündnis auch künftig im Rathaus regiert – oder ob sich neue Mehrheiten bilden –, dürfte sich auch nach der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt entscheiden. Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) tritt dabei gegen den Grünen-Kandidaten Dominik Krause an.