„Wichtiger Anker“
Karstadt in Gefahr? OB kämpft für Standort im Zentrum
12.03.2026 – 09:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Karstadt in der Schuhstraße (Archivbild): Oberbürgermeister Thorsten Kornblum setzt sich für den Erhalt des Standorts ein. (Quelle: IMAGO/Schoening/imago)
Die Zukunft der Karstadt-Filiale in der Innenstadt von Braunschweig steht erneut zur Diskussion. Oberbürgermeister Thorsten Kornblum ruft alle Beteiligten dazu auf, gemeinsam den Standort zu sichern.
„Wir reden hier von einem profitablen Standort in bester Lage inmitten einer hochfrequentierten Innenstadt“, so Kornblum. Das Einzugsgebiet Braunschweigs als Einkaufsstadt umfasse die gesamte Region. Zudem hätten die touristischen Übernachtungszahlen gerade erst einen neuen Höchstwert erreicht. Braunschweig biete daher gute Standortbedingungen für das Kaufhaus.
Der Oberbürgermeister verwies zudem auf laufende Investitionen in der Innenstadt. Aus öffentlicher und privater Hand würden Millionenbeträge in Projekte wie die Stiftshöfe, das Haus der Musik, den Großen Hof oder den Hagenmarkt gesteckt. Ziel sei es, die Innenstadt weiter zu stärken und mit einem vielseitigen Nutzungsmix zusätzliche Besucher anzuziehen.
Direkte finanzielle Hilfen für den Erhalt des Warenhauses seien jedoch aufgrund rechtlicher Vorgaben nicht möglich, sagte Kornblum. Die Stadt sei aber bereit, Gespräche zur Stärkung des Standorts im Zusammenhang mit der Innenstadtentwicklung zu führen. Dies habe er auch in einem Gespräch mit Galeria-Vertreter Tilo Hellenbock deutlich gemacht.
Nach Angaben der Stadt hat Kornblum zudem Kontakt zur Niedersächsischen Landesregierung aufgenommen. Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa stehe außerdem bereits mit der Volksbank Brawo in Verbindung, der die Immobilie gehört.
