Cluster Batteriesysteme
Der Begriff „Cluster Batteriesysteme“ bezieht sich typischerweise auf die geografische Konzentration von Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weiteren Akteuren, die in Münster an der Forschung, Entwicklung und Anwendung von Technologien zur Energiespeicherung beteiligt sind. Dieses Cluster tritt nach außer mit unter dem Namen „BatteryCityMünster“ auf und fördert die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch, um Innovationen voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit in der Energiebranche zu steigern, insbesondere im Hinblick auf die Energiewende und den Übergang zu erneuerbaren Energien. Ruff: „Wir wollen gemeinsam mit der Stadt, Forschungspartnern und Unternehmen einen Teil zu Energiewende, Nachhaltigkeit und Autarkie in Europa beitragen.“
Neben der starken wissenschaftlichen Basis, die durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen geprägt sei, „schafft BATTL3 die dringend benötigte Infrastruktur für den Transfer von Wissen und Technologien in die Wirtschaft“, betont der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster, Dr. Marco Trienes, und prognostiziert: „Wir erwarten neue Unternehmensansiedlungen, die Transformation bestehender Firmen und deutliche Impulse für den regionalen Arbeitsmarkt.“
Fünf Monate nach der Grundsteinlegung für die Batterieforschungsfabrik der FFB im Hansa-BusinessPark war NRW- Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur erneut zu Gast: „Der Krieg im Iran zeigt einmal mehr eindrücklich, welche Risiken mit der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verbunden sind. Münster hat mit dem Bau seines neuen Infrastrukturgebäudes für Batterietechnologie BattL3 den Weg zu mehr Unabhängigkeit eingeschlagen. Wir brauchen moderne Batteriezellen für klimaneutrale Mobilität und Energieerzeugung. Wenn diese in Zukunft hier in Münster produziert werden, machen sie uns technologisch unabhängiger, schaffen und sichern Arbeitsplätze und holen Wertschöpfung zurück nach Europa. Ein mutiger Schritt und eine echte Investition in unser aller Zukunft. “
An der internationalen Sicherbarkeit Münsters arbeiten
Münsters Oberbürgermeister Fuchs ergänzt: „Mit BATTL3 stärken wir Münster gezielt als international sichtbaren Standort für Batterieforschung und Energiespeichertechnologien. Für Münster und die Region bedeutet das nicht nur zusätzliche Wertschöpfung und hochwertige Arbeitsplätze, sondern auch eine klare Profilierung als innovativer Zukunftsstandort der Energiewende und Nachhaltigkeit. Die BatteryCityMünster gewinnen damit weiter an internationaler Strahlkraft.“
Finanzierung
Das BATTL3 wird auf einem keilförmigen Grundstück zwischen dem Technologiehof Münster an der Mendelstraße und der Heisenbergstraße realisiert. Die Umsetzung des Leuchtturmprojekts, das im 4. Quartal 2027 bezugsfertig sein soll, erfolgt mithilfe von Fördermitteln von Land und EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE/JTF-Programm NRW). Sie ergänzen die Eigenmittel der Technologieförderung in Höhe von 7,25 Millionen Euro. Daran beteiligt sich Stadt Münster mit vier Millionen Euro an der Finanzierung.