Jedes verunglückte Kind bedeutet Unglück im wahrsten Sinne des Wortes und ist eines zu viel. Da tröstet es kaum, dass 2025 13 Kinder weniger als 2024 unter die Räder kamen. Denn der Trend geht insgesamt – mit Schwankungen – leicht nach oben. Das ist möglicherweise auch auf die steigende Zahl an Kindern in Wuppertal insgesamt zurückzuführen.
Andererseits wäre doch zu erwarten, dass Erkenntnisse über Unfallschwerpunkte, Sensoren und andere Sicherheitstechnik sowie Verkehrserziehung dazu beitragen, dass diese Unglücke weniger werden. Leider arbeiten andere Trends dagegen: Die Zahl der Autos in der Stadt wächst ebenfalls, was die Straßen voller und gefährlicher macht. Die Lust am Tempo wird nicht weniger, wovon etwa die steigende Zahl der Autorennen zeugt.
Bei aller Bequemlichkeit, die ein fahrbarer Untersatz bedeutet, dürfen wir nicht vergessen, dass er andere Menschen und besonders Kinder gefährdet. Und auch die beste Verkehrserziehung wird aus Kindern nicht kontrollierte Erwachsene machen, die stets umsichtig unterwegs sind. Deshalb sind Maßnahmen wichtig, die die Gefahr auf andere Weise eindämmen: Ampeln, Verkehrsinseln, Parkverbote an unübersichtlichen Stellen, Tempo-30-Zonen und Tempo-Kontrollen. Die schützen dann nicht nur Kinder, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.