Fechenheim und Höchst betroffen
Darum heulen am Donnerstag in Frankfurt die Sirenen
Aktualisiert am 12.03.2026 – 10:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Sirene (Symbolbild): Am Donnerstag ist auch in Frankfurt Warntag. (Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)
Am Donnerstag wird es in Frankfurt laut: Beim landesweiten Warntag testen Behörden wieder ihre Warnsysteme. Doch an Sirenen fehlt es im Stadtgebiet aktuell noch.
Am Donnerstag (12. März) wird es in Teilen von Frankfurt laut: Der landesweite Warntag steht an. Gegen 10 Uhr heulen in den Industrieparks Fechenheim und Höchst die Sirenen – allerdings nur zu Testzwecken.
Der Warntag dient dazu, die technischen Warnsysteme zu überprüfen und die Bevölkerung für mögliche Notfälle zu sensibilisieren. Gegen 10 Uhr sendet das Land Hessen eine Testwarnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS).
Diese wird anschließend über verschiedene Kanäle verbreitet, darunter Fernsehen, Radio, Warn-Apps und Cell Broadcast auf Smartphones. Auch digitale Out-of-Home-Bildschirme im Frankfurter Stadtgebiet sollen die Testmeldung anzeigen.
In Frankfurt werden zusätzlich die Sirenen in den Industrieparks Höchst und Fechenheim ausgelöst. Sie werden von der Zentralen Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt aktiviert.
Gegen 10.30 Uhr folgt die Entwarnung. Erstmals soll diese auch über Cell Broadcast auf Smartphones verschickt werden. Damit dabei kein erneuter lauter Warnton ausgelöst wird, wird die Meldung nur in der niedrigsten Warnstufe versendet. Je nach Einstellung kann sie deshalb auch ohne Ton erscheinen.
Noch gibt es in Frankfurt kein flächendeckendes Sirenensystem. Der Magistrat hat jedoch den stadtweiten Aufbau beschlossen. Geplant sind derzeit 162 Sirenenstandorte. Für 153 davon stehen die Orte bereits fest, weitere Standortprüfungen laufen noch.
Der Aufbau soll in mehreren Schritten erfolgen. Im ersten Bauabschnitt sind 37 Standorte vorgesehen, darunter Feuerwachen und Bereiche rund um die Industrieparks Höchst und Fechenheim. Die Ausschreibung für Lieferung und Aufbau der Sirenen wird derzeit vorbereitet.
Neben Sirenen gibt es weitere Warnmittel. Die Feuerwehr Frankfurt empfiehlt die Nutzung der Warn-App NINA, die individuell auf den Wohnort eingestellt werden kann. Ältere oder technisch weniger versierte Menschen sollten bei der Einrichtung unterstützt werden.
Automatische Warnungen erhalten viele Bürger auch über Cell Broadcast, sofern das Smartphone eingeschaltet ist, sich nicht im Flugmodus befindet und das Betriebssystem aktuell ist.
Mit dem Warntag soll nicht nur die Technik getestet werden. Ziel ist auch, dass Bürger wissen, wie Warnmeldungen aussehen und wie sie im Ernstfall reagieren sollten.
