Am Sonntag, 8. März 2026, wurde in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Die Grünen gingen mit einem knappen Vorsprung als stärkste Kraft aus der Wahl hervor, dicht gefolgt von der CDU. Zu den größten Verlierern des Abends zählt die SPD. Auch einen Tag später sind die Emotionen in den Parteien noch spürbar. ka-news hat bei den Kreisverbänden in Karlsruhe nachgefragt: Wie ist die Stimmung nach der Wahl – und welche Konsequenzen hat das Ergebnis für die Parteien vor Ort?

Was die Direktkandidaten direkt nach den ersten Wahlergebnissen gesagt haben, gibt es hier: Karlsruher Kandidaten im Video: Emotionale Momente am Wahlabend 2026

Alle Ergebnisse der Wahl gibt es hier zum Nachlesen: Karlsruhe bleibt grün, das Umland setzt auf CDU – die Direktmandate bei der Landtagswahl 2026

Grüne

Die Direktkandidaten der Grünen bei der Landtagswahl 2026 im Rathaus Karlsruhe.

Icon vergrößern

Die Direktkandidaten der Grünen bei der Landtagswahl 2026 im Rathaus Karlsruhe.
Foto: Thomas Riedel

Schließen

Icon Schließen

Icon vergrößern

Icon verkleinern

Icon Pfeil bewegen

Die Direktkandidaten der Grünen bei der Landtagswahl 2026 im Rathaus Karlsruhe.
Foto: Thomas Riedel

Die Grünen sind mit einem Wahlergebnis von 30,2 Prozent Wahlsieger der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Neben dem Wahlsieg auf Landesebene konnten sie auch in Karlsruhe beide Direktmandate für sich bestimmen.

  • Wie zufrieden/unzufrieden sind Sie mit dem Ergebnis Ihrer Partei in Karlsruhe und in Baden-Württemberg?
    „Wir freuen uns sehr über das starke Ergebnis. Sowohl bei den Erst- als auch bei den Zeitstimmen haben wir die bereits sehr guten Ergebnisse der Landtagswahl 2021 übertroffen. Das ist ein starker Auftrag der Karlsruher Bürgerinnen und Bürger an uns, GRÜNE.“
  • Was glauben Sie, sind die Gründe für das Abschneiden Ihrer Partei?
    „Die Wählerinnen und Wähler haben sich für die Kompetenz und Erfahrung unseres Spitzenkandidaten Cem Özdemir und unserer Karlsruher Kandidierenden Dr. Ute Leidig und Benjamin Bauer entschieden. In der derzeitigen bewegten Situation wurde die Partei gewählt, die eine zukunftsgerichtete Politik mit politischer Stabilität vereint. Und in Baden-Württemberg sind das wir GRÜNE.“
  • Wie geht es nun persönlich für Ihren Kandidaten weiter?
    „Dr. Ute Leidig und Benjamin Bauer haben beide in ihrem jeweiligen Wahlkreis das Direktmandat gewonnen und werden das Mandat annehmen. Als Landtagsabgeordnete werden sie die Interessen von Karlsruhe mit starker Stimme vertreten.“
  • Welche Landesregierung wünschen Sie sich für Baden-Württemberg? 
    „Wie viele Menschen in Baden-Württemberg wünschen wir uns eine grün-geführte Landesregierung. Dass es uns GRÜNEN gelingt, Baden-Württemberg mit der CDU wie auch mit der SPD erfolgreich zu regieren, haben wir in der Vergangenheit bereits gezeigt.“
  • Welche Sätze wollen Sie jetzt im Nachgang an die Wähler richten?
    „Wir danken den Menschen in Karlsruhe für ihr Vertrauen und nehmen den Auftrag, ihre Interessen im Landtag zu vertreten, mit Freude und Ernsthaftigkeit an. Wir werden Politik für eine gute Zukunft machen – für die Menschen, für das Land.“

CDU

Landtagswahl 2026 im Rathaus Karlsruhe.

Icon vergrößern

Landtagswahl 2026 im Rathaus Karlsruhe.
Foto: Thomas Riedel

Schließen

Icon Schließen

Icon vergrößern

Icon verkleinern

Icon Pfeil bewegen

Landtagswahl 2026 im Rathaus Karlsruhe.
Foto: Thomas Riedel

Mit einem Wahlergebnis von 29,7 Prozent ist die CDU zweitstärkste Kraft im Ländle. Trotz des knappen Ausganges ist die Enttäuschung in der Partei groß. In Karlsruhe konnte man sich kein Direktmandat sichern, jedoch war die CDU im Umland sehr erfolgreich.

  • Wie zufrieden/unzufrieden sind Sie mit dem Ergebnis Ihrer Partei in Karlsruhe und in Baden-Württemberg?
    Kathrin Schütz: „Natürlich hätten wir uns als CDU Karlsruhe ein besseres Ergebnis gewünscht. Im Landesvergleich zeigt sich jedoch, dass die CDU Baden-Württemberg landesweit die meisten Direktwahlkreise gewonnen hat. In den großen Städten und Universitätsstädten konnten sich unsere Kandidaten bei der Direktwahl allerdings nicht durchsetzen, und die Landesliste ist durch die guten Erststimmenergebnisse vieler Direktkandidaten nicht zum Zug gekommen. […] Wahlen sind immer auch ein Auftrag zur Selbstreflexion – und genau das werden wir nun sorgfältig tun, sowohl auf Landesebene als auch hier vor Ort in Karlsruhe.“
    Robin Schuster: „Alles über 20 Prozent ist für eine konservative Partei in Karlsruhe richtig stark. Wenn man bedenkt, dass wir im selben Wahlkreis bei der letzten Landtagswahl noch bei 17 Prozent lagen, sind die jetzt erzielten 24 Prozent bei den Erststimmen stark – so stark wie seit 15 Jahren nicht mehr! Für Baden-Württemberg haben wir am Ende nochmal einen guten Schlussspurt hingelegt, aber ehrlicherweise hatte ich mir mehr als 30 Prozent erhofft.“
  • Was glauben Sie, sind die Gründe für das Abschneiden Ihrer Partei?
    Kathrin Schütz: „Wahlergebnisse haben meist mehrere Ursachen. […] In diesem Wahlkampf mussten wir zudem massive Zerstörungen und Diebstähle unserer Plakate feststellen. Auch die teilweise sehr aggressive Tonlage und Schmutzkampagnen haben den Wahlkampf verändert. Diese Entwicklung hin zu einer zunehmend amerikanisierten Wahlkampfkultur bereitet mir Sorgen. Für uns als CDU gilt dennoch: Wir bleiben präsent und setzen uns weiterhin für unsere Heimat ein. Wir stehen in Baden-Württemberg für wirtschaftliche Stärke, Sicherheit, gute Bildung und einen handlungsfähigen Staat – und diese Themen bleiben zentral für die Zukunft.“
    Robin Schuster: „Die Schmutzkampagne vom Team Özdemir, ausgeführt von Zoe Mayer hat ein falsches Bild von Manuel Hagel in der Öffentlichkeit gezeichnet. Ich kenne ihn seit 15 Jahren und bin immer noch entsetzt, wie bösartig man einem integren und intelligenten Menschen so derart vorsätzlich Schaden zufügen kann – und dieser Nebenkriegsschauplatz die guten Ideen für die Zukunft unseres Landes überschatten kann! Langfristig werden sich die Grünen da keinen Gefallen getan haben, besonders Frau Mayer.“
  • Wie geht es nun persönlich für Ihren Kandidaten weiter?
    Kathrin Schütz: „[…] Ich lebe und arbeite in Karlsruhe, deshalb wird sich für mich persönlich nicht viel ändern. Am Abend finden Sitzungen des Landesvorstands statt, morgen Abend trifft sich der Kreisvorstand. Dort werden wir das Wahlergebnis gemeinsam analysieren. Die kommenden Tage stehen also im Zeichen der Wahlanalyse – und zugleich meines normalen beruflichen Alltags.
    Robin Schuster: „Ich habe stets gesagt: ‚Ich muss nicht in den Landtag, ich möchte gerne‘. Meine Aufgabe als Geschäftsführer bei der „neuen Welle“ erfüllt mich sehr. Es gibt viel zu tun, ich freue mich darauf!“
  • Welche Landesregierung wünschen Sie sich für Baden-Württemberg? 
    Katrin Schütz: „Ich wünsche mir eine Regierung, die Baden-Württemberg wirtschaftlich stark hält, Innovation ermöglicht, Gründungen unterstützt und gleichzeitig für Sicherheit sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgt. Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft nach dem Prinzip „Fördern und Fordern“. Deshalb muss Politik immer im Blick behalten, dass wir das Geld zunächst erwirtschaften müssen, das wir ausgeben. Entscheidend wird sein, die wirtschaftliche Stärke unseres Landes zu sichern, damit wir unseren Wohlstand und Lebensstandard auch künftig erhalten können. Wichtig ist, dass die neue Regierung pragmatische Lösungen für die großen Herausforderungen unseres Landes findet und so das Vertrauen in die Politik stärkt.
    Robin Schuster: „Eine Regierung, die vertrauensvoll zusammenarbeitet und das umsetzt, was vor der Wahl versprochen wird. Gerade hier habe ich noch starke Zweifel, ob Özdemir seine vollmundigen Ankündigungen auch in seiner Fraktion durchgesetzt bekommt. Wir nehmen ihn bei jeder seiner Ankündigungen im Wahlkampf beim Wort.“
  • Welche Sätze wollen Sie jetzt im Nachgang an die Wähler richten?
    Kathrin Schütz: „Mein besonderer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie Unterstützern, die seit letztem Jahr diesen Wahlkampf mit mir ermöglicht haben. Und ich danke allen Wählerinnen und Wählern, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben – ebenso wie allen, die von ihrem demokratischen Recht Gebrauch gemacht und gewählt haben. Demokratie lebt von Beteiligung und Engagement. Für mich persönlich gilt: Ich lebe in Karlsruhe und werde mich weiterhin für unsere Stadt einsetzen.“
    Robin Schuster: „Ich bin unendlich dankbar für die unzähligen Begegnungen an den Haustüren, Marktständen, bei meinen Veranstaltungen und bei Social Media. Die Menschen in Karlsruhe sind liebenswert. Für jeden einzelnen Moment bin ich dankbar und freue mich auf alles, was noch kommt. Ihre Stimme war nicht umsonst ;-)“

SPD

Adrian Keller, SPD

Icon vergrößern

Adrian Keller, SPD
Foto: Thomas Riedel

Schließen

Icon Schließen

Icon vergrößern

Icon verkleinern

Icon Pfeil bewegen

Adrian Keller, SPD
Foto: Thomas Riedel

Die SPD halbierte sich bei der Landtagswahl 2026 mit einem historisch schlechten Ergebnis von 5,5 Prozent.

  • Wie zufrieden/unzufrieden sind Sie mit dem Ergebnis Ihrer Partei in Karlsruhe und in Baden-Württemberg?
    „Das Ergebnis ist für die SPD Baden-Württemberg ist extrem bitter und eine historische Zäsur. Noch nie war unser Bestand in einem Landtag im westlichen Bundesgebiet so gefährdet. Leider haben wir als Karlsruher SPD unser Wahlziel einer Vertretung im Landtag nicht erreicht.“
  • Was glauben Sie, sind die Gründe für das Abschneiden Ihrer Partei?
    „Der Wettbewerb zwischen den zwei großen Parteien in Baden-Württemberg, Grüne und CDU, und die Zuspitzung auf die beiden Spitzenkandidaten hat in der Dynamik in den letzten Wochen den Wahlkampf absolut bestimmt. Die Themen der SPD Wohnen, Arbeit, Bildung, Pflege waren alle richtig. Aber wir sind zu keinem Zeitpunkt damit durchgedrungen. Als SPD im Land müssen wir die Sichtbarkeit in Zukunft wesentlich besser hinbekommen, denn die Ausgangslage wird sich fortsetzen. Sonst geht es wirklich an die Existenz. Auch auf Bundesebene geht es jetzt darum, die sozialdemokratische Handschrift in der Koalition erkennbarer zu machen.“
  • Wie geht es nun persönlich für Ihren Kandidaten weiter?
    „Beide werden sich wieder ihrem Beruf beziehungsweise Vollendung des Studiums widmen.“
  • Welche Landesregierung wünschen Sie sich für Baden-Württemberg? 
    „Die SPD Baden-Württemberg wird nicht Teil der neuen Landesregierung. Grüne und CDU, davon gehen wir fest aus, werden erneut miteinander koalieren. Es ist leider davon auszugehen, dass sich dadurch der politische Stillstand verlängern wird.“
  • Welche Sätze wollen Sie jetzt im Nachgang an die Wähler richten?
    „Wir danken unseren Wählerinnen und Wählern für ihre Unterstützung. Wir wollen den Auftrag im Land annehmen als einzige verbliebene Oppositionskraft, die sich zu einer liberalen Demokratie und Europa bekennt, um uns für die Belange der Bevölkerung einzusetzen. Wir wollen die soziale Stimme im Landtag sein.“

FDP

Sean Braun von Stumm bei der Landtagswahl 2026 im Rathaus Karlsruhe.

Icon vergrößern

Sean Braun von Stumm bei der Landtagswahl 2026 im Rathaus Karlsruhe.
Foto: Thomas Riedel

Schließen

Icon Schließen

Icon vergrößern

Icon verkleinern

Icon Pfeil bewegen

Sean Braun von Stumm bei der Landtagswahl 2026 im Rathaus Karlsruhe.
Foto: Thomas Riedel

Den Einzug in den Landtag hat die FDP verpasst.

  • Wie zufrieden/unzufrieden sind Sie mit dem Ergebnis Ihrer Partei in Karlsruhe und in Baden-Württemberg?
    „Das Ergebnis ist natürlich sehr enttäuschend für uns, auch wenn die Verluste in Karlsruhe geringer waren als im Landesschnitt.“
  • Was glauben Sie, sind die Gründe für das Abschneiden Ihrer Partei?
    „Die Gründe sind vielschichtig: Das Vertrauen, das die FDP während der Ampelzeit verloren hat, konnte sie nicht zurückgewinnen. Auch haben wir unser eigenes liberales Profil nicht ausreichend geschärft und nach außen verteidigt. Als es dann gegen Ende des Wahlkampfes auf ein Duell der Großen hinauslief, wurden alle kleineren Parteien zerrieben. All das müssen wir jetzt intern analysieren.“
  • Wie geht es nun persönlich für Ihren Kandidaten weiter?
    „Unsere Kandidaten waren und sind keine Berufspolitiker. Sie stehen mitten im Leben und werden ganz normal in ihren Jobs weiter arbeiten und sich ehrenamtlich für den Liberalismus einsetzen. Jörg Breier wird sich in seinem Ehrenamt als Ortschaftsrat weiter für die Bürgerinnen und Bürger in Grötzingen starkmachen.“
  • Welche Landesregierung wünschen Sie sich für Baden-Württemberg? 
    „Wir wünschen uns eine Landesregierung, die die wirtschaftlichen Probleme endlich angeht. Hoffentlich stehen jetzt für die Zukunft von Baden-Württemberg aktuelle Sachthemen im Vordergrund.“
  • Welche Sätze wollen Sie jetzt im Nachgang an die Wähler richten?
    „Wir danken für die vielen guten Begegnungen und positiven Gespräche mit den Karlsruhern. Wir werden weiterhin für die liberale Sache kämpfen!“

Die Linke

Interview mit Landtagskandidat Rocco Jörger (Die Linke).

Icon vergrößern

Interview mit Landtagskandidat Rocco Jörger (Die Linke).
Foto: ka-Reporter

Schließen

Icon Schließen

Icon vergrößern

Icon verkleinern

Icon Pfeil bewegen

Interview mit Landtagskandidat Rocco Jörger (Die Linke).
Foto: ka-Reporter

Trotz Wählerzuwachs konnte auch die Linke die 5-Prozent-Hürde nicht erreichen und verpasste knapp den Einzug in den Landtag.

  • Wie zufrieden/unzufrieden sind Sie mit dem Ergebnis Ihrer Partei in Karlsruhe und in Baden-Württemberg?
    „Trotz der Enttäuschung, nicht in den Landtag eingezogen zu sein, haben wir sowohl in Karlsruhe als auch in Baden-Württemberg das beste Ergebnis in unserer Geschichte bei einer Landtagswahl erreicht. Karlsruhe hat eines der stärksten Ergebnisse in ganz Baden-Württemberg. Ein Blick auf die Stadtteile zeigt dies besonders deutlich: In der Innenstadt-Ost, der Südstadt und der Oststadt erreichte die Linke den zweiten Platz und ließ die CDU damit erstmals hinter sich. Das zeigt, dass das riesige Engagement unserer 1100 Mitglieder Wirkung gezeigt hat. Zusammen waren wir an 12.000 Haustüren und haben mit Bürger*innen über ihre Wünsche an die Politik geredet.“
  • Was glauben Sie, sind die Gründe für das Abschneiden Ihrer Partei?
    „Der Wahlkampf wurde gegen Ende vor allem über die Frage des Ministerpräsidenten definiert. Inhalte sind zur Nebensache geworden. Dabei haben alle kleineren Parteien verloren“
  • Wie geht es nun persönlich für Ihren Kandidaten weiter?
    „Unsere Kandidatinnen in Karlsruhe und dem Landkreis werden nun weiterhin ihrer Berufstätigkeit bzw. ihrer Ausbildung nachgehen. Natürlich werden sie weiter im Ehrenamt politisch aktiv bleiben und für ihre Herzensthemen kämpfen als Teil der außerparlamentarischen Opposition.“
  • Welche Landesregierung wünschen Sie sich für Baden-Württemberg? 
    „Wir wünschen uns eine Landesregierung, die die Lebenskostenkrise und die ökosoziale Transformation ernst nimmt. Und natürlich wünschen wir uns eine Regierung, die sich den viel zu hohen Mieten in Baden-Württemberg annimmt.“
  • Welche Sätze wollen Sie jetzt im Nachgang an die Wähler richten?
    „Wir danken unseren Wähler‘innen für ihr Vertrauen und versprechen, es nicht zu enttäuschen, denn Politik wird nicht nur in Parlamenten gemacht. Wir planen, uns in den nächsten Jahren für eine gerechte Kommunen-Finanzierung einzusetzen und besonders unsere Sozialberatung auszubauen. Wir wollen weiterhin gemeinsam mit Mieter‘innen gegen Wuchermieten in Karlsruhe kämpfen, mit unseren vielen neuen Genoss‘innen linkes Leben auch in den Landkreis zu bringen“

Volt

Wahlplakat von Volt Karlsruhe für die Landtagswahl 2026.

Icon vergrößern

Wahlplakat von Volt Karlsruhe für die Landtagswahl 2026.
Foto: Franziska Gebhard

Schließen

Icon Schließen

Icon vergrößern

Icon verkleinern

Icon Pfeil bewegen

Wahlplakat von Volt Karlsruhe für die Landtagswahl 2026.
Foto: Franziska Gebhard

Volt gehört bei der Landtagswahl zu den kleineren Parteien und konnte vor allem auf europäischer Ebene zuletzt an Stimmen gewinnen.

  • Wie zufrieden/unzufrieden sind Sie mit dem Ergebnis Ihrer Partei in Karlsruhe und in Baden-Württemberg?
    „Trotz schwieriger Ausgangslage sind wir zufrieden mit unserem Ergebnis. Wir konnten unser Ergebnis in Baden-Württemberg verbessern und auch in Karlsruhe ein starkes Ergebnis, das zweitbeste landesweit, erzielen können, was uns zeigt, dass sich Volt zunehmend etabliert. Mit 0,9 Prozent ist das Ergebnis zwar unter unseren Erwartungen geblieben, jedoch ist dies trotzdem eine Verbesserung zum Vorjahr.“
  • Was glauben Sie, sind die Gründe für das Abschneiden Ihrer Partei?
    „Den Wachstum verdanken wir unzähligen Parteimitglieder*innen, welche den gesamten Wahlkampf über unermüdlich an für Volt gearbeitet hatten. Jedoch sind uns viele Stimmen durch das taktische Wählen der Bürger*innen verloren gegangen, welches durch das Duell zwischen Herrn Özdemir sowie Herrn Hagel deutlich gefordert wurde.“
  • Wie geht es nun persönlich für Ihren Kandidaten weiter?
    „Herr Kont wird sich weiter kommunalpolitisch engagieren und unsere Gemeinderatsfraktion unterstützen. Herr Langner bleibt aktiv im Bereich Diversity & Inclusion bei Volt Baden-Württemberg. Herr Schulz-Ritz beendet seine Masterarbeit und wird sich parallel und darüber hinaus darum kümmern, dass Volt im Wahlkreis Ettlingen wachsen kann. Sein Ziel ist es, Volt zunächst auf kommunaler Ebene wachsen zu lassen und 2029 den Einzug von Volt in Gemeinderäte hier, in Ettlingen und Umgebung zu ermöglichen.“
  • Welche Landesregierung wünschen Sie sich für Baden-Württemberg?
    „Wir wünschen uns eine Landesregierung, die europäische Kooperation mit unseren Nachbarländern weiter vorantreibt und ausbaut, unsere Wirtschaft stärkt und unsere Verwaltung effizienter macht.“
  • Welche Sätze wollen Sie jetzt im Nachgang an die Wähler richten?
    Cem Kont: „Vielen Dank für eure Unterstützung auch in dieser schwierigen Ausgangslage.“
    Neo Langner: „Vielen Dank für jede demokratische Teilhabe. Bleibt politisch aktiv, bleibt Teil des demokratischen Prozesses.”
    Markus Schulz-Ritz: „Ich bedanke mich bei allen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben und 2,2 Prozent Erststimmenergebnis und 1,2 Prozent Zweitstimmenergebnis in Ettlingen ermöglicht haben. Wer unser Programm überzeugend findet und uns nicht nur wählen will, ist gerne eingeladen, auch bei uns mitzuwirken.“

Freien Wähler

Auch die Freien Wähler sind als kleine Partei bei der Landtagswahl ins Rennen gegangen und haben es nicht über die Fünfprozenthürde geschafft.

  • Wie zufrieden/unzufrieden sind Sie mit dem Ergebnis Ihrer Partei in Karlsruhe und in Baden-Württemberg? „Natürlich hätten wir uns ein stärkeres Ergebnis gewünscht. Gleichzeitig muss man sehen, dass der Wahlkampf stark von der Ministerpräsidentenfrage dominiert wurde und kleinere Parteien es schwer hatten, mit ihren Themen sichtbar zu werden. Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis für eine noch junge politische Kraft dennoch ein Achtungserfolg und eine gute Basis, auf der wir weiter aufbauen können.“
  • Was glauben Sie, sind die Gründe für das Abschneiden Ihrer Partei? „Der Wahlkampf wurde stark personalisiert und viele Debatten drehten sich fast ausschließlich um die Frage des Ministerpräsidenten. Dadurch sind sachliche Themen, für die wir stehen – etwa Bildung, Kommunen und pragmatische Lösungen – oft in den Hintergrund geraten. Hinzu kommen strukturelle Nachteile kleinerer Parteien bei medialer Präsenz und Ressourcen.“
  • Wie geht es nun persönlich für Ihren Kandidaten weiter? Rena Thormann: „Ich werde mich weiterhin politisch engagieren und mich besonders für meine Themen einsetzen – gute Bildung, soziale Verantwortung und starke Kommunen. Politik endet nicht mit einer Wahl. Gerade auf kommunaler Ebene und im gesellschaftlichen Engagement gibt es viele Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen.“
  • Welche Landesregierung wünschen Sie sich für Baden-Württemberg? Rena Thormann: „Ich habe im Wahlkampf viele Gespräche geführt und dabei gemerkt, wie groß der Wunsch nach sachlicher Politik und echten Lösungen ist. Baden-Württemberg braucht eine Regierung, die wieder stärker sachorientiert arbeitet und sich an den realen Problemen der Menschen orientiert. Bildung, Fachkräftesicherung und die finanzielle Situation der Kommunen müssen deutlich stärker in den Mittelpunkt rücken. Ideologische Grabenkämpfe helfen unserem Land nicht weiter.“
  • Welche Sätze wollen Sie jetzt im Nachgang an die Wähler richten? Rena Thormann: „Ich danke allen Wählerinnen und Wählern, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben, sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern im Wahlkampf. Demokratie lebt davon, dass Menschen sich engagieren und unterschiedliche politische Stimmen gehört werden. Wir FREIEN WÄHLER werden weiterhin daran arbeiten, sachliche Politik mit klaren Lösungen für Baden-Württemberg zu gestalten.“

ka-news hat zudem die AfD angefragt. Der Redaktion liegt bisher keine Rückmeldung auf die Anfrage vor (Stand 10. März).

  • Viviane Turhan

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • Landtagswahl

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • Karlsruhe

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis