Der Warntag in Bayern ist der Tag des Probealarms. Mit diesem sollen die Menschen im Freistaat für den Ernstfall sensibilisiert werden und die wichtigsten Anlagen zur Alarmierung überprüft werden. Und der Warntag war auch in den meisten Orten erfolgreich.

Sirenen und Handys schlagen am Warntag in Bayern Alarm – aber nicht überall

Um 11 Uhr haben die Sirenen in den vielen Gemeinden Bayerns Alarm geschlagen – und um 11.30 Uhr waren sie mit einem anderen Ton gleich noch einmal zu hören, weil sie Entwarnung signalisierten. Auch auf den Handys sollten in aller Regel Warnmeldung und Entwarnung angekommen sein – nur in einzelnen Fällen gab es keine Meldung auf dem Smartphone. Doch längst nicht in allen Orten waren auch die Sirenen zu hören.

So etwa blieben die Sirenen in der Landeshauptstadt München still. Grund dafür ist, dass das Warnsystem in der bayerischen Landeshauptstadt seit den 1990er-Jahren keine Sirenen mehr beinhaltet. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden diese abgebaut. Trotzdem sollten alle Münchnerinnen und Münchner anlässlich des Warntags eine Warnmeldung auf ihr Handy erhalten haben.

Kein Sirenen-Alarm in Aichach-Friedberg: Kreisbrandrat erklärt den Grund

Auch im Landkreis Aichach-Friedberg blieben an diesem Warntag die Sirenen still – allerdings aus einem ganz anderen Grund heraus als in München. Wie Kreisbrandrat Happach auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt, sind die Sirenen im Landkreis ausschließlich für die Alarmierung der Feuerwehren vor Ort ausgerüstet.

Für einen Katastrophenfall sind sie bisher noch nicht vorgesehen. Das werde sich aber bald ändern, so der Kreisbrandrat. Bis die Umrüstung vollzogen ist, könne es aber noch ein paar Jahre dauern. Also werden die Sirenen im Wittelsbacher Land wohl auch beim nächsten Warntag still bleiben.

  • Anika Zidar

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