1. Startseite
  2. Politik

DruckenTeilen

Die USA und Russland verhandeln weiterhin über ein Ende des Ukraine-Krieges. In der Ostukraine bildet sich ein neuer Brennpunkt an der Front. Der News-Ticker.

Update, 19:02 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt am Freitag (12.00 Uhr) den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj zu Gesprächen über den Ukraine-Krieg in Paris. Dabei gehe es unter anderem um die Bekämpfung der sogenannten russischen „Schattenflotte“, teilte das französische Präsidialamt mit. Damit sind die häufig veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe gemeint, mit denen Russland die internationalen Sanktionen umgeht.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Zudem solle die weitere Unterstützung der Ukraine besprochen werden. Selenskyj will anschließend an der Pariser Sorbonne-Universität eine Rede vor Studierenden halten. Der ukrainische Präsident sorgt sich, dass die Lage in seinem Land seit Beginn des Iran-Kriegs international weniger Aufmerksamkeit bekommt. Die USA haben für kommende Woche eine neue Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland vorgeschlagen.

Huljajpole im Gebiet Saporischschja wird zum Brennpunkt im Ukraine-Krieg

Update, 16:21 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat sich die Front bei Huljajpole im Gebiet Saporischschja zu einem der heißesten Brennpunkte entwickelt. Laut den ukrainischen Militäranalysten von DeepState hat die Intensität russischer Sturmoperationen in diesem Abschnitt zuletzt sogar die Kämpfe rund um Pokrowsk übertroffen. „Die Dynamik der Sturmaktionen hat sich in den vergangenen Tagen an der Huljajpole-Front erhöht und sogar die Pokrowsk-Front übertroffen, wo der Feind, nachdem er die Stadt im Wesentlichen besetzt hat, nun tiefer im Territorium verzeichnet wird“, erklärte DeepState. Allein am heutigen 12. März wurden dort 18 Gefechte registriert – mehr als an jedem anderen Frontabschnitt.

Dezember 2024: Russische Soldaten an der Front. Russische Soldaten an der Front. (Symbolbild) © IMAGO/Stanislav KrasilnikovUkraine-Krieg aktuell: Teenagerin bei russischem Drohnenangriff getötet

Update vom 12. März, 10:12 Uhr: Bei einem russischen Drohnenangriff ist in der nordukrainischen Region Tschernihiw eine Teenagerin getötet worden. Die Eltern der 2010 geborenen Jugendlichen seien verletzt worden, teilte der ukrainische Zivilschutz mit. Drei weitere Verletzte gab es demnach in den Regionen Charkiw und Dnipropetrowsk. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte Russland in der Nacht 94 Kampfdrohnen ein. Davon seien 77 abgewehrt worden, aber es habe auch 16 Einschläge an elf Orten des Landes gegeben. 

Die Ukraine wiederum attackierte in der Nacht zum Donnerstag ein Öldepot in der Region Krasnodar am Schwarzen Meer. Auf dem Gelände des Depots im Landkreis Tichorezk sei wegen herabgestürzter Drohnentrümmer ein Feuer ausgebrochen, schrieb der Zivilschutzstab der Region bei Telegram. Verletzte gebe es nicht. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurden in der Nacht 80 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und der annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim abgewehrt – 30 davon über der Region Krasnodar.

Erstmeldung: Mit dem Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist der Ukraine-Krieg von Kreml-Chef Wladimir Putin in den Hintergrund gerückt. Doch auch dort toben die Gefechte weiter. Die USA und Russland führen weiterhin Gespräche, um eine Lösung herbeizuführen. Zuletzt kam es zu einem neuen Treffen zwischen einem hochrangigen Putin-Vertreter und den Gesandten von US-Präsident Donald Trump.

US-Vertreter Witkoff trifft Putin-Unterhändler Dmitriew in Florida

Der Kreml-Gesandte für internationale Wirtschaftsfragen, Kirill Dmitriew, hat sich nach Angaben aus Washington mit US-Gesandten im US-Bundesstaat Florida getroffen. „Die Teams haben eine Vielzahl von Themen erörtert und vereinbart, in Kontakt zu bleiben“, erklärte der US-Sondergesandte Steve Witkoff im Anschluss an das Treffen am Mittwoch im Onlinedienst X. Es war das erste Treffen zwischen den beiden Seiten seit Beginn des Iran-Krieges.

Anfang der Woche hatte die US-Regierung Sanktionen gegen russisches Erdöl aufgehoben, die wegen der russischen Invasion der Ukraine verhängt worden waren, um die im Zuge des Iran-Krieges stark angestiegenen Energiepreise zu senken. US-Präsident Donald Trump sagte zudem, Kreml-Chef Putin, mit dem er am Montag gesprochen hatte, wolle in Bezug auf den Iran-Krieg „nützlich“ sein.

Wladimir Putin: Der Aufstieg von Russlands Machthaber in BildernBekleidet mit olivgrüner Jagdhose und einem dazu passenden Sonnenhut präsentiert sich Wladimir Putin beim Angeln in den sibirischen Bergen im Jahr 2017. Geht es nach dem russischen Präsidenten, hat der Oberkörper aber freizubleiben.Fotostrecke ansehenSelenskyj fordert von Trump mehr Druck auf Moskau

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Angriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Russland ist ein enger Verbündeter des Iran. Beide Länder vereinbarten im vergangenen Jahr, sich bei der Bekämpfung „gemeinsamer Bedrohungen“ zu unterstützen.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj unterstützt Verhandlungen und appelliert an Trump

In einem Interview mit dem Nachrichtenportal Politico hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj indes die Verhandlungen mit Russland begrüßt, jedoch Druck an der richtigen Stelle gefordert – also gegen Moskau. „Wir benötigen Verhandlungen. Wir unterstützen sie“, sagte Selenskyj in dem Interview.

Weiter betonte der ukrainische Staatschef: „Wir vertrauen Russland nicht, aber ich denke und vertraue darauf, dass die Amerikaner diesen Krieg wirklich beenden wollen. Ich hoffe, dass sie uns helfen werden, aber wir brauchen mehr Druck auf Russland, nicht auf mich.“ Trump hatte zuletzt immer wieder Selenskyj kritisiert und behauptet, Putin wolle Frieden, Selenskyjs Haltung jedoch führe zu Problemen. Die Einschätzung des US-Präsidenten, dass Selenskyj und Putin einander „hassen“ würden, teilte das ukrainische Staatsoberhaupt. (Quellen: AFP, Politico) (bb)