Forstbetriebsleiter Emil Hudler bespricht die Übung mit Dr. Johann Marx, Leitender Veterinärdirektor im Landratsamt München.

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Bayerische Staatsforsten/ Nathalie Kolb

Forstbetriebsleiter Emil Hudler bespricht die Übung mit Dr. Johann Marx, Leitender Veterinärdirektor im Landratsamt München.

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Berufsjäger Kevin Seemann hatte das Wildschwein unmittelbar vor Übungsbeginn im Gelände versteckt und dessen GPS-Koordinaten an das Veterinäramt übermittelt. Mit dem Wildschwein wurde anschließend wie im tatsächlichen Seuchenfall umgegangen: Der Bereich wurde abgesichert, der Fund dokumentiert, Proben entnommen und alle erforderlichen Hygienemaßnahmen im Wald getroffen, die eine weitere Ausbreitung verhindern können.

Verstecktes Wildschwein als Ausgangspunkt

Die Beprobung erfolgt dabei nach einem klar definierten Verfahren. Dem Wildschweinkadaver wird eine Probe entnommen, die anschließend im Labor auf das Virus untersucht wird. Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, stellt jedoch eine erhebliche Gefahr für Wild- und Hausschweine dar. Entsprechend wichtig ist ein reibungsloses Zusammenspiel aller beteiligten Stellen. „Für uns als Forstbetrieb ist es entscheidend, im Ernstfall schnell und sicher handeln zu können“, erklärt Emil Hudler, Leiter des Forstbetriebs München. „Die Übung zeigt, wie wichtig klare Abläufe und eine enge Abstimmung mit der Veterinärbehörde sind. Noch wichtiger ist aber, dass wir alle diszipliniert sind, appelliert Hudler an alle Waldbesucher. Speisereste haben im Wald nichts verloren, denn diese können Ausgangspunkt für die ASP sein“.

Realistische Übung im Forstenrieder Park

Auch das Veterinäramt des Landratsamtes München betont den Wert solcher Trainings. „Eine Übung unter realen Bedingungen im Wald ist unverzichtbar“, so Dr. Johann Marx, Leitender Veterinärdirektor im Landratsamt München, und weiter: „Nur so können wir sicherstellen, dass im Ernstfall keine wertvolle Zeit verloren geht.“

Der Forstenrieder Park gilt aufgrund seiner Lage im Münchner Ballungsraum, der hohen Besucherfrequenz und einer stabilen Wildschweinpopulation als sensibel. Zwar gibt es in Bayern bislang keine bestätigten ASP-Fälle, doch die Tierseuche hat angrenzende Regionen Europas bereits erreicht. Umso wichtiger ist es, mögliche Abläufe regelmäßig zu testen.