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Paris – Bei einem Angriff in der autonomen Kurdenregion Erbil im Nordirak wurde ein französischer Soldat getötet, weitere wurden verletzt. Präsident Emmanuel Macron (48) reagiert auf X mit deutlichen Worten. Der Soldat Arnaud Frion sei für Frankreich gefallen. Zugleich stellte er klar: „Der Krieg im Iran kann solche Angriffe nicht rechtfertigen.“
Der Soldat Frion diente im 7. Bataillon der Gebirgsjäger in Varces. Es ist der erste Todesfall eines französischen Armeeangehörigen im Iran-Krieg. Bisher gibt es keinen Hinweis darauf, dass zuvor ein anderer europäischer Soldat getötet wurde. Macron nannte die Attacke auf die französischen Streitkräfte „inakzeptabel“. Die Soldaten sind im Irak am internationalen Einsatz gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beteiligt.

Feuer und Rauch stiegen nach dem mutmaßlichen Drohnenangriff auf den gemeinsamen Militärstützpunkt von Peschmerga und Frankreich im Gebiet Makhmour im Gouvernement Erbil auf
Foto: via REUTERS
Zuvor hatte die irakische pro-iranische Gruppe Aschab Alkahf erklärt, französische Interessen in der Region seien nun Ziele. Frankreich hat im Nordirak nicht nur Soldaten und Militärgelände, sondern auch ein Generalkonsulat. Warum die Gruppe Frankreich laut eigenen Angaben ins Visier nimmt? Weil ein französischer Flugzeugträger im „Einsatzgebiet des US-Zentralkommandos“ eingetroffen sei. Außerdem rief Aschab Alkahf „unsere Brüder in den Sicherheitskräften“ auf, sich von einem Stützpunkt fernzuhalten, in dem sich nach ihren Angaben französische Truppen aufhielten. Den Angriff in Erbil reklamierte die Gruppe zunächst nicht für sich.
Doppelter Drohnenangriff während Training
Die Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf den Generalstab der französischen Armee, dass bei einem Drohnenangriff in der Region Erbil sechs französische Soldaten verletzt worden seien. Der Angriff habe sich ereignet, während die französischen Soldaten gemeinsam mit irakischen Partnern Anti-Terror-Einsätze trainierten. Nach Angaben des Gouverneurs von Erbil setzten die Angreifer zwei Drohnen ein. Ziel war eine Militärbasis in Mala Kara, rund 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak.
Bereits am Donnerstag traf eine Drohne einen italienischen Militärstützpunkt in Erbil. Verletzt wurde niemand. Die Regierung in Rom kündigte danach an, ihre Soldaten von dem Stützpunkt vorläufig abzuziehen.