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Hannover 96 geht neue Wege bei der Suche nach Verstärkungen. In diesem Jahr hat 96 bereits zwei wichtige Scouts verloren. Anfang März schloss sich Peter Braund (60) dem englischen Zweitligisten Ipswich Town an. Zum Jahreswechsel ging bereits Maximilian Lüftl (31) zu Schalke.
Die vakanten Posten wurden bislang nicht neu besetzt – und werden es wohl auch nicht. Die Niedersachsen setzen künftig auf eine Scouting-Agentur. Sprich: Ein externer Dienstleister ergänzt und unterstützt die verbliebenen Spieler-Sucher. „Damit sind wir vernünftig aufgestellt“, erklärt 96-Boss Jörg Schmadtke (61).
Hannover 96 setzt auf Scouting-Agentur
Wie läuft das ab? Der Klub beauftragt den Dienstleister damit, etwa einen neuen Stürmer zu suchen. Zuvor werden Wunsch-Profile und Parameter wie Alter, Preis oder herausragende Fähigkeit (z.B. Kopfballstärke) definiert. Dann geht die Agentur auf die Suche und setzt dabei auf ein breites, internationales Netzwerk. Die Ergebnisse werden anschließend mit denen der eigenen Scouts abgeglichen.
Die Entscheidung, auf einen externen Dienstleister bei der Spieler-Suche zu setzen, ist in Deutschland ein noch ungewöhnliches Prozedere. Aber der Trend geht tatsächlich in die Richtung, vermehrt auf KI und/oder Agenturen zu bauen. Größter Vorteil aus Vereins-Perspektive: Scouting-Unternehmen sind oft billiger als ein eigenes Scouting-Team. Ob sich diese Strategie am Ende wirklich auszahlen wird, bleibt vorerst offen.
Für einen vielversprechenden Kicker braucht es allerdings keine Dienstleister mehr. Im Sommer 2025 wurde Lars Gindorf (24) von Hannover bis Saisonende an Alemannia Aachen verliehen. Beim Drittligisten startete der Angreifer richtig durch, war in 25 Begegnungen an 28 Treffern beteiligt. Diese Top-Quote ist auch Hannover nicht entgangen. „Wir haben da natürlich einen Blick drauf“, betont 96-Cheftrainer Christian Titz (54). „Es ist genau das eingetreten, was sich alle gewünscht haben. Lars Gindorf hat Spielzeit, nutzt diese und hat eine gute Entwicklung genommen.“