Der Doppelstockbus war am 27. März 2024 auf dem Weg von Berlin nach Zürich verunglückt. An Bord waren 54 Menschen, darunter zwei Busfahrer. Mehrere Hubschrauber landeten auf der Autobahn, Krankenwagen eilten zur Unfallstelle zwischen der Anschlussstelle Wiedemar und dem Schkeuditzer Kreuz. Erst nach drei Stunden konnte das verunglückte Fahrzeug mit Hilfe von Gurten aufgerichtet und die Toten sowie Verletzten aus dem Innenraum geholt werden. Dabei hatten mobile Sichtschutzwände die Arbeit der Rettungskräfte abgeschirmt.

Vier Frauen im Alter von 19, 20, 43 und 47 Jahren starben in dem Wrack, 46 Fahrgäste wurden verletzt, einige von ihnen schwer.

Der damals 62 Jahre alte Fahrer habe bei fast Tempo 100 die Kontrolle über den Bus verloren, hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt. Sie geht davon aus, dass der Mann die „im Verkehr erforderliche Sorgfalt“ vermissen ließ und dadurch den Unfall verursacht hat. Der Fahre habe nicht unter Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten gestanden.

Auch technische Mängel hatte der Bus laut Gutachten nicht. Nach Angaben des Busunternehmens war der Fahrer seit Abfahrt in Berlin um 8 Uhr am Steuer und habe alle Lenk- und Ruhezeiten eingehalten.

Der schwere Unfall hat auch die Diskussion um die Anschnallpflicht in Reisebussen neu entfacht.