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Der Kampf um die Regionalliga-Reform im DFB wird immer heißer. Fast jeden Tag gibt es neue Wortmeldungen von Vereinsbossen. Jetzt hat Daniel Meyer (46) vom Halleschen FC Klartext gesprochen …

Die Sachlage: Erstmals liegt nach 14 Jahren Zoff mit dem Kompass-Modell ein fertiges Konzept seitens des DFB vor, sodass alle Meister der 4. Liga aufsteigen können. Aber die Regionalverbandschefs Peter Frymuth (69/Westen), Ralph-Uwe Schaffert (75/Norden) und Dr. Christoph Kern (42/Bayern) stellen sich im Hintergrund quer und torpedieren den von vielen Seiten gelobten Reform-Entwurf.

In einem Gespräch mit der „Mitteldeutschen Zeitung“ sagt Daniel Meyer jetzt: „Es geht offensichtlich nur um Macht und persönliche Interessen, dafür arbeiten sie gegen die Interessen des Fußballs und der Vereine.“

Der mächtige DFB-Vize Peter Frymuth (li.) gerät zunehmend unter Beschuss, weil er den von Präsident Bernd Neuendorf (re.) unterstützten Lösungsprozess behindert.

Der mächtige DFB-Vize Peter Frymuth (li.) mit Rudi Völler und DFB-Präsident Bernd Neuendorf (r.)

Foto: Arne Dedert/dpa

Die zwei DFB-Vize-Bosse Frymuth und Schaffert sollen mit Kern, der als bayerischer Präsident den größten Landesverband anführt, scheinbar unbedingt ihre eigenen Regionalliga-Staffeln erhalten wollen, wo sie selbst am Saisonende den Meisterpokal überreichen dürfen. Und schalten und walten können, wie sie wollen.

DFB-Boss Neuendorf will das Problem lösen

Auffällig: Ihre Verbandsvertreter hatten sich in der dritten Sitzung der AG Regionalliga-Reform für das Kompassmodell ausgesprochen, nahmen diese Zustimmung beim vierten Treffen aber einfach wieder zurück. Und das, obwohl DFB-Präsident Bernd Neuendorf (64) das Thema unbedingt lösen will.

Meyer: „Boykott von innen“

Meyer bezeichnet das Verhalten der DFB-Hintermänner als „Boykott von innen“ und meint: „Das ist ein total fatales Zeichen.“ Denn ausgerechnet die Staffelsieger von Nord, Bayern und dem Osten dürfen nur alle drei Jahre direkt aufsteigen, während der Westen und Südwesten immer ein Ticket für die 3. Liga sicher haben. Heißt: Kern und Schaffert verhindern, dass ihre eigenen Spitzenvereine ohne Relegation hoch dürfen.

Mehr denn je im öffentlichen Fokus: Nord-Boss Ralph-Uwe Schaffert.

Mehr denn je im öffentlichen Fokus: Nord-Boss Ralph-Uwe Schaffert

Foto: picture alliance/dpa

Unter diesen Umständen ist die Klub-Initiative „Aufstiegsreform“ mit 60 Vereinen zu einem bundesweit beachteten Solidar-Bündnis gewachsen, dem wohl größten in der Geschichte des deutschen Fußballs. Meyer, der Zweitliga-Trainer in Aue und Braunschweig war sowie als Nachwuchsleiter beim 1. FC Köln und in Halle Top-Stationen vorweisen kann, stellt klar: „Man kann die Bewegung nicht wegdiskutieren.“

Magath fordern die Reform bei DFB

Der HFC-Boss ist nicht der erste prominente Vertreter, der den Druck in der vergangenen Woche massiv erhöhte. Auch Felix Magath (72/Bayern-Regionalligist Viktoria Aschaffenburg) und Marcus Uhlig (55/West-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen) forderten von den Verbandspräsidenten, sich zu überwinden.

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Uhlig kündigte derweil in BILD an, dass die aktiven Fanszenen eingebunden sind. „Scheitert der Prozess, würde der Protest nachhaltig verschärft werden“, sagte er. In die Kerbe schlägt auch Daniel Meyer rein: „Wir werden weiter unnachgiebig sein.“ Am 25. März tagt die AG zum wohl letzten Mal. Spätestens dann zeigt sich, wie stark sich die Eskalationsspirale noch nach oben dreht.