Werther. Der Heimat- und Kulturverein Werther e. V. hat seine Jahreshauptversammlung in der Bürgerbegegnungsstätte „Haus Werther“ abgehalten und den Schwerpunkt auf einen historischen Vortrag sowie eine Ehrung gelegt. Uwe Gehring beleuchtete in seinem Beitrag die Geschichte des heutigen Wertheraner Ortsteils Häger und der dortigen Volksschule. Er erinnerte daran, dass bereits 1752 im Bereich der Bauerschaften eine Schule entstand, und stellte das 2025 herausgegebene Buch „Schul-Chronik der Schulgemeinde Bleecke 1878“ vor. Der Blick auf Quellen und lokale Entwicklungen machte deutlich, wie eng Bildungswege und Ortsgeschichte miteinander verflochten sind.

Die Vorsitzende Ulrike Biermann gedachte eingangs der kürzlich verstorbenen aktiven Mitglieder Georg Hartl, der sich im Vorstand insbesondere um Archiv und Digitalisierung der Vereinsunterlagen verdient gemacht hat, und des ehemaligen Vorsitzenden Prof. Dr. Erhard Heidt. Sie würdigte ihren Einsatz als prägend für die Arbeit und das Gedächtnis des Vereins.

Heimatverein Werther blickt auf vielfältiges Jahr zurück

In ihrem Jahresbericht für 2025 zog die Vorsitzende Bilanz über die Aktivitäten des Vereins und hob die Vielfalt der Formate hervor. Der Verein organisierte eine Führung durch die Oetkerhalle in Bielefeld, bot eine Campus-Führung an der Universität Bielefeld an und besuchte die Pfarrkirche sowie den historischen Friedhof in Stockkämpen. Außerdem erkundeten Mitglieder regelmäßig die neuen Ausstellungen im PAB-Museum in Werther. Die Rückmeldungen belegten ein anhaltendes Interesse an Architekturen, Sammlungen und Stadtgeschichte.

Im Anschluss ehrte die Vorsitzende das langjährige Mitglied Dieter Schulte für über 50-jährige Zugehörigkeit zum Verein. Schulte wirkte von 1995 bis Ende 2013 als 2. Vorsitzender maßgeblich an der Entwicklung des Vereins mit und verantwortete 1999 als Projektleiter das Buch „Werther, unsere Stadt im Wandel“.

In Anerkennung seiner Verdienste überreichte die Vorsitzende die Urkunde des Westfälischen Heimatbundes und ein Präsent. Die Versammlung bekräftigte mit anhaltendem Beifall die Wertschätzung für Kontinuität, ehrenamtliches Engagement und die Pflege der lokalen Erinnerungskultur.

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