Michael Müller soll Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes in Berlin werden. Am Freitag bestätigte Berlins früherer Regierender Bürgermeister und einstiger SPD-Landesvorsitzender auf Nachfrage entsprechende Pläne.

„Ja, ich habe mich sehr über das Angebot gefreut“, sagte Müller dem Tagesspiegel. Das zuständige Gremium des meist nur ASB genannten Verbandes entscheidet Ende März über die Präsidentschaft. Es handelt sich dabei um ein Ehrenamt. „Der ASB hat allein in Berlin 70.000 Mitglieder und macht eine tolle Arbeit“, sagte Müller. „Ich freue mich, dabei sein zu können.“

Regierungschef und Bausenator

Der ASB ist ein Wohlfahrtsverband und eine Hilfsorganisation, seine haupt- und ehrenamtlichen Mitglieder engagieren sich im Rettungsdienst, in der Jugend-, Flüchtlings- und Wohnungslosenhilfe sowie in der Seniorenbetreuung und Pflege. Dem Berliner ASB steht derzeit Juliane Freifrau von Friesen vor. Als parteilose Expertin war sie unter Regierungschef Klaus Wowereit (SPD) einst Wirtschaftssenatorin.

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Müller war nach Wowereits Demission für das Amt im Roten Rathaus angetreten: Von 2014 bis 2021 war er Regierender Bürgermeister von Berlin. Nach der Wahl 2016 hatte Müller auch das Wissenschaftsressort übernommen, das zuvor der Bildungssenatorin zugeordnet war. Müllers dafür zuständiger Staatssekretär war Steffen Krach, der heute SPD-Spitzenkandidat für die Berlin-Wahl 2026 ist.

Abgeordneter in Land und Bund

Vor der Amtszeit im Roten Rathaus war Müller von 2011 an Stadtentwicklungssenator, zwischen 2004 und 2012 sowie 2016 und 2020 zudem Landesvorsitzender der SPD. Ins Abgeordnetenhaus zog Müller, der aus Tempelhof stammt, erstmals 1996 ein. Im Landesparlament saß er von 2001 bis 2011 der SPD-Fraktion vor.

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Nachdem klar wurde, dass Franziska Giffey die SPD in der Berlin-Wahl 2021 anführen sollte, trat Müller erfolgreich als Bundestag-Direktkandidat in Charlottenburg-Wilmersdorf an. Bis 2025 gehörte er dem Parlament an. Zuletzt gab die SPD Müller keinen aussichtsreichen Listenplatz, den Wahlkreis gewann schließlich die CDU.